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Kein Hotel am See – und nun?

Isernhagen Kein Hotel am See – und nun?

Nach fünf Jahren Planung und großen Ideen hat der Investor sein Vorhaben „Hotel am Kirchhorster See“ vor Kurzem öffentlich beerdigt. Die Isernhagener Gemeindeverwaltung muss nun umdenken und wird andere Interessenten suchen.

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Mit dem Hotel am Kirchhorster See wird es erstmal nichts.

Quelle: Archiv

Kirchhorst. „So eine Rumeierei“, bringt Bürgermeister Arpad Bogya sein Unverständnis für die jahrelangen Versprechungen und die jetzige Absage des Investors auf den Punkt. „Aus Sicht der Gemeindeverwaltung ist das ärgerlich und nicht nachvollziehbar.“ 2011 hatte der Rat den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan „Hotel am See“ gefasst – 2014 wurde bereits der Vorentwurf politisch abgenickt. „Wir werden diesen Bebauungsplan definitiv jetzt zu Ende bringen“, sagt Bogya. So habe man wenigstens eine Grundlage für diesen Teil des Gewerbegebietes „Südlich Trennemoor“, der für Hotel-, Freizeit- und Sportnutzung reserviert ist. „Wenn es konkrete Vorhaben gibt, müssen wir den Bebauungsplan dann später vielleicht modifizieren. Aber immerhin gibt es dann schon einen.“

Konkrete Interessenten für die Fläche am Kirchhorster See hatte die Gemeinde durchaus schon in Sicht. „Es gab immer wieder Anfragen“, bestätigt der Bürgermeister. Aber bisher habe man die Interessenten meist gebremst, weil auf eine Konkretisierung des Hotel-Vorhabens gewartet wurde.

Das gilt auch für die Investoren, die Anfang des Jahres Interesse bekundet hatten, eine riesige Leichtathletikhalle mit Platz für 3500 Zuschauer am Kirchhorster See zu bauen. Was wurde aus der millionenschweren Anfrage? „Die haben sich lange nicht mehr bei uns gemeldet“, überlegt Bogya laut. Vielleicht stecke man dort in den Planungs- oder Finanzierungsdetails. „Wir haben uns auch nicht proaktiv darum gekümmert, werden sie jetzt aber noch einmal ansprechen“, verspricht Bogya.

Zwar sehe die Verwaltung es durchaus gelassen, wenn am Kirchhorster See so schnell nichts passiert – „der Badebetrieb war den Kirchhorstern stets wichtig, und der funktioniert dank des neuen Steges auch“ –, aber der Wunsch nach einer Gastronomie und vor allem einem Treffpunkt im Dorf, was beides im geplanten Hotel hätte realisiert werden sollen, ist auch der Verwaltungsspitze bekannt. Ob an den Kirchhorster See letztlich unbedingt ein Hotel ziehen muss oder vielleicht doch ein Fitnessstudio, eine Sauna oder sonstige Freizeiteinrichtungen realisiert werden, werde die politische Debatte zeigen – und die Auswahl der Interessenten. Immerhin: Dank der nun konkreten Absage des Investors ist die Warteschleife durchbrochen, und die Suche kann neu beginnen. „An den Erschließungsmaßnahmen ändert die Absage nichts“, betont Bogya. Diese waren erst kürzlich politisch beschlossen worden.

Von Carina Bahl

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