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Kein gutes Jahr für den Storchennachwuchs

Isernhagen Kein gutes Jahr für den Storchennachwuchs

Zu nass, zu kalt: Die Witterung macht dem Storchennachwuchs zu schaffen. Trotz des schlechten Bruterfolges ist dem ehrenamtlichen Storchenbeauftragten der Region nicht bange um den Bestand.

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Storchen-Nachwuchs bei Elektro Bartels in Isernhagen K.B.

Quelle: Frank Walter

Isernhagen/Burgwedel/Wedemark/Langenhagen. Die Zahl der Storchenpaare in Isernhagen, Burgwedel, Wedemark und Langenhagen ist laut Reinhard Löhmer zwar vergleichbar mit der der Vorjahre. "Aber das Wetter ist sehr unglücklich für den Nachwuchs“, sagt der Naturschutzbeauftragte der Region für die Weißstorch-Betreuung. Nässe und Kälte im März und April, der Kälteeinbruch zu den Eisheiligen im Mai, dann der Starkregen – das seien Bedingungen, bei denen es Störche sehr schwer hätten. "In vielen Nestern sind gar keine Jungen, in anderen findet sich nur ein Jungstorch“, beschreibt er den schlechten Bruterfolg.

Dabei würden Jungstörche keineswegs ertrinken, wie man denken könnte. Vielmehr bauten die Altvögel die Nester nur als flache Mulden. Dies reiche aber aus, dass sich Feuchtigkeit in ihnen sammele. In Verbindung mit niedrigen Temperaturen führe das zu einer Unterkühlung der Jungtiere, diese würden apathisch – und wenn für die Altvögel klar sei, dass es der Nachwuchs nicht mehr schaffe, würden diesen die Jungtiere entweder aus dem Nest werfen oder aber als Futter betrachten.

Besonders bitter sei die Situation in der Wedemark: In Brelingen habe es wegen vieler Kämpfe mit Eindringlingen gar keinen Nachwuchs gegeben, in Negenborn sei das Junge im Mai gestorben, in Meitze bereits Ende April. In Langenhagen-Altenhorst sei das einzige Junge ebenfalls umgekommen, in Schulenburg habe von drei oder vier Jungvögeln nur einer überlebt. In Kananohe hingegen seien zwei Junge gesehen worden, in Engelbostel sogar drei. Ob es an Burgwedels einzigem Nistplatz im Hastbruch Nachwuchs gegeben hat, ist noch unklar.

Isernhagens einziger Jungstorch thront auf einem ehemaligen Lichtmasten hinter dem Betrieb von Elektro-Bartels an der Dorfstraße in Isernhagen K.B. Seine beiden Geschwister hatten es nicht geschafft: Ein Ei war bei einem wilden Kampf mit einem dritten Storch Anfang Mai über den Nestrand gekippt und zerbrochen. Mitte Juni fand Grundstücksbesitzer Holger Bartels ein weiteres Ei mit einem großen Loch in der Schale auf der Wiese. Um viele Menschen am Aufwachsen des kleinen Storchs teilhaben zu lassen, soll demnächst eine Webcam Bilder ins Internet übertragen.

Trotz der spärlichen Bruterfolge sorgt sich der Weißstorch-Beauftragte nicht um den Bestand in der Region Hannover: "Die Population ist stabil, gute Jahre werden das ausgleichen“, ist Reinhard Löhmer überzeugt.

Von Frank Walter

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Langenhagen
Jedes Jahr im Spätsommer sammeln sich die Jungstörche auf Futtersuche auf den Wiesen zwischen Kaltenweide und den Seestädten.

Die starken Regenfälle dieses Frühjahres sind der Brut der heimischen Störche nicht gut bekommen. Gleichwohl hat der Nabu-Langenhagen keine Sorge um den Bestand. Auch nicht, wenn es um die neue Regelung im Umkreis des Flughafens geht. Dort darf seit April nur noch der Storch selbst ein Nest bauen.

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