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Gemeinde will Schulbezirke ändern

Isernhagen Gemeinde will Schulbezirke ändern

Um die Grundschule Neuwarmbüchen zu entlasten, sollen Kinder aus der Gartenstadt Lohne künftig auch die Grundschule in Kirchhorst besuchen dürfen. Diese Änderung der Schulbezirke schlägt die Verwaltung jetzt der Politik vor.

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Wo ihre Kinder künftig Einschulung feiern, sollen sich die Eltern aus der Gartenstadt Lohne ab nächstem Jahr aussuchen dürfen.

Quelle: Symbolbild

Kirchhorst. Nicht nur bei den Hortplätzen wird es knapp in Isernhagen, sondern es wird auch eng in den Klassenzimmern – zumindest in Neuwarmbüchen. Noch vor wenigen Jahren drohte der kleinsten aller fünf Grundschulen die Schließung, weil es einfach nicht genug Kinder im Dorf gab. Die Lösung der Gemeinde: Seit 2013 dürfen Kinder aus Isernhagen F.B. – östlich der Autobahn – wählen, ob sie nach Isernhagen N.B. oder Neuwarmbüchen zur Schule gehen.

Diese Wahlfreiheit haben offenbar viele Eltern genutzt: 88 Kinder zählt die Grundschule Neuwarmbüchen aktuell – die zweite Klasse läuft sogar zweizügig. Allerdings liegt genau darin das Problem: Nur fünf Klassenzimmer finden sich in dem historischen Gebäude an der Farster Straße. Eine weitere Zweizügigkeit einer Klassenstufe wäre nicht unterzubringen. Laut Gemeinde sind die Schülerprognosen für Neuwarmbüchen aber derart stark angestiegen, dass bereits 2017 mit einer weiteren Klassenteilung zu rechnen ist. 27 Kinder sind bereits angemeldet für das nächste Jahr – Tendenz steigend. Der Klassenteiler liegt bei 26 Schülern.

Um die Situation zu entspannen, schlägt die Verwaltung daher jetzt vor, für die Gartenstadt Lohne auch einen Wahlbezirk einzurichten. Das heißt, dass Eltern wählen dürfen, ob sie ihr Kind an der Grundschule in Neuwarmbüchen oder aber in Kirchhorst anmelden, wo durchaus noch die Möglichkeit besteht, weitere Kinder aufzunehmen. Durchschnittlich, so die Rechnung der Gemeinde, könnten so in den nächsten vier Jahren circa sechs Kinder pro Jahr aus der Gartenstadt Lohne nach Kirchhorst gehen. Der Schulweg würde sich für die Betroffenen nicht verlängern, liegt doch die Gartenstadt zentral zwischen beiden Schulen.

In vier Jahren könnte dieser Wahlbezirk aufgrund sinkender Kinderzahlen wieder aufgehoben werden. Ob es dazu kommt, wird die Politik entscheiden – als erstes der Schulausschuss am 15. November ab 18 Uhr im Rathaus.

Von Carina Bahl

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