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Initiative kritisiert erhöhten Fluglärm

Kirchhorst/Altwarmbüchen Initiative kritisiert erhöhten Fluglärm

Die Kirchhorster Fluglärminitiative (BI) ist schockiert angesichts der Ergebnisse, die die BI-eigene Messstation im Juli aufgezeichnet hat. „Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die nächtliche Fluglärmbelastung verdoppelt“, sagt der Sprecher der Fluglärminitiative, Siegfried Lemke.

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Die Bürgerinitiative kritisiert die vermehrte Lärmbelästigung durch Flugzeuge.

Quelle: Symbolbild (Arne Dedert)

Isernhagen. So wurden im Juli durchschnittlich 19 Überflüge pro Nacht gemessen (Juli 2014: 7,8), die über 68 Dezibel laut waren - der Wert, der als Obergrenze in der Nachtschutzzone des Flughafens zulässig ist. Die Ortschaft Kirchhorst liegt allerdings nicht in dieser Zone.

Besonders kritisch sieht die Bürgerinitiative aber die Spitzennächte: „An zwei Tagen wurden 30 nächtliche Ruhestörungen verzeichnet“, sagt Lemke. Am 17. Juli waren 19 Werte im Bereich von 75 bis 79 Dezibel dabei und sogar sechs Überflüge mit mehr als 80 Dezibel über Kirchhorst zu hören. „Besonders störend beim Aufwecken und nicht wieder Einschlafen können ist die Aufeinanderfolge der Lärmereignisse“, weiß Lemke nur zu gut - im Juli waren es in manchen Nächten in der Stunde nach Mitternacht gleich acht Flugzeuge, die zum Landeanflug auf Langenhagen angesetzt haben.

Die Forderung der Fluglärminitiative, die sich seit Jahren gegen die steigende Anzahl der Nachtflüge einsetzt, bleibt daher umso mehr erhalten: „Es ist jetzt ein Maß erreicht, dass die Verantwortlichen zum Einschreiten zwingen müsste“, sagt Lemke. Auf die zahlreichen Beschwerden der BI habe der Fluglärmschutzbeauftragte aber noch nicht reagiert.

In den vergangenen anderthalb Jahren hatten sich auch die Beschwerden von Bürgern aus Altwarmbüchen, dass angeblich deutlich mehr Flugzeuge über Isernhagens größtem Ortsteil unterwegs seien, im Rathaus gehäuft. Die Gemeinde hatte daher Anfang des Jahres die mobile Messstation des Flughafens angefordert, die ab Ende Juni vier Wochen lang an der Isernhagener Straße Lärm aufgezeichnet hat. Die Ergebnisse der Messung liegen der Gemeindeverwaltung inzwischen vor und sollen in der nächsten Sitzung des Umweltschutz-, Planungs- und Bauausschusses am Dienstag, 8. September, ab 18.30 Uhr in der Buhrschen Stiftung, Am Ortfelde 74 in Isernhagen N.B., öffentlich gemacht werden. Bürger sind dazu willkommen.

Von Carina Bahl

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