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Der erste Besuch nach dem Erdbeben

Kirchhorst Der erste Besuch nach dem Erdbeben

Eine möglichst autonome Infrastruktur für das Kiran Kinderhaus zu schaffen - mit diesem Ziel reist Alexander Laube am Dienstag nach Nepal, um die 28 Mädchen zu besuchen, denen der Kirchhorster Verein Kiran Kinderhaus eine Heimat gibt.

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Während des Erdbebens hatten sich die Kiran-Bewohner ins Freie gerettet.

Quelle: Alexander Laube

Isernhagen. Für den ehrenamtlichen Beauftragten des Vereins, gegründet 1998 vom Ehepaar Busch aus Kirchhorst, ist es die erste Reise nach den verheerenden Erdbeben im Frühjahr. Zwei Wochen dauert sein Besuch. „Die Zeit will ich nutzen, um zu schauen, was wir noch machen müssen oder können“, sagt Laube.

Der Heeßeler hatte mit seiner Familie das erste Beben selbst miterlebt. „Es kann sich jederzeit wiederholen, die latente Gefahr ist einfach da.“ Seinen Angaben zufolge haben viele Menschen nach den Beben im April und Mai gespendet. „Unser Anspruch ist, den Menschen auch genau zu sagen, wofür wir ihr Geld ausgegeben haben.“

Die Beben hätten gezeigt, dass das Kinderhaus bestimmte Dinge benötige, um im Notfall autonom sein zu können. Laube zählt dazu Kissen, Zelte und Decken ebenso wie eine größere Anlage für Solarstrom. „Unabhängig von Naturgewalten sein“, beschreibt er das Vorhaben. Auch ein größerer Vorrat an Lebensmitteln gehört dazu. Deshalb reist der Heeßeler mit einer sogenannten Weithalstonne, einem luftdicht verschließbaren Kanister für den hygienischen Lebensmitteltransport, im Gepäck. „Als ich das bei der Airline angemeldet habe, gab es dort erst einmal großes Erstaunen“, sagt er schmunzelnd. Gleichwohl offenbart sich darin auch ein genereller Wunsch der Vereinsmitglieder. „Wir suchen Nepal-Reisende, die noch Platz im Gepäck haben, um ihnen beispielsweise chirurgische Verbandsmaterialien mitgeben zu können“, sagt Laube. Eine junge Bewohnerin habe eine Ausbildung als Krankenschwester absolviert und warte auf diese Dinge. „Natürlich holen wir das dann in Kathmandu ab“, sagt Laube. Reisende können sich unter Telefon (05136) 878656 bei ihm melden.

Mit Blick auf die vielen Spender betont Laube, dass der kleine Verein Kiran Kinderhaus nur geringe Verwaltungskosten verbuche. „Das meiste Geld fließt in die Arbeit vor Ort.“ Gestartet mit sechs Kindern, leben heute 28 Mädchen ab sechs Jahren in zwei Häusern in der Region Kathmandu. Inge und Klaus Busch hatten den Verein einst ins Leben gerufen, um hilfsbedürftigen Mädchen ein Zuhause sowie eine Schul- und Berufsausbildung zu ermöglichen.

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Von Redakteur Antje Bismark

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