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Im Erdbeerfeld sprießen neue Jobs

Kirchhorst Im Erdbeerfeld sprießen neue Jobs

Die Firma Engel gehörte im Expo-Jahr zu den ersten Firmen im damals neuen Kirchhorster Gewerbegebiet Erdbeerfeld. 17 Jahre später feiert der Weltmarktführer für Spritzgießmaschinen an gleicher Stelle am Dienstag wieder eine Neueröffnung.

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Geschäftsführer Christopher Vitz vor der neuen Glasfassade.

Quelle: Martin Lauber

Kirchhorst. Mit doppelter Nutzfläche und rundum modernisiert hat sich die Niederlassung an der Imkerstraße für den nächsten Wachstumsschritt wie auch für den Technologiewandel gewappnet. 5 Millionen Euro hat das österreichische Familienunternehmen in den Totalumbau investiert, der ein ganzes Jahr gedauert hat. Mann, Maus und Maschinen waren währenddessen ausgelagert in ein benachbartes, leer stehendes Industriegebäude.

Eine hohe lichtdurchflutete Halle, in der in kräftigem Grün lackierte roboterassistierte Maschinen mit großen Touchscreen-Displays stehen, ist das Herzstück – sie ist zugleich Vorführraum für die Produkte des Hauses und „Technikum“, in dem Mitarbeiter von Kundenfirmen für das Handling der Hightech-Maschinen geschult werden.

„Wir wollen, dass die Leute das ausprobieren“, sagt Christopher Vitz, Geschäftsführer von Engel Deutschland. Schließlich werde jede Maschine speziell für ihre spätere Anwendung konfiguriert – und dabei ist das Spektrum groß. In Spritzgießtechnik lassen sich Lebensmittelverpackungen ebenso herstellen wie Zahnbürsten und Fernseherrahmen, Handyschalen, Spielwaren, anspruchsvolle Medizinprodukte und Automobilkomponenten. „Es gibt kaum Autos, in denen unsere Teile nicht verbaut werden“, sagt Vitz. 1,3 Milliarden Euro Jahresumsatz machen die Österreicher. Kirchhorst ist die weltweit zweitgrößte Engel-Niederlassung und der größte der vier deutschen Standorte.

An der Imkerstraße ist Know-how-Transfer neben Service und Vertrieb der dritte Schwerpunkt. Mehrere Seminarräume, in denen per Videokonferenz Experten rund um den Globus zugeschaltet werden können, gehören zur Infrastruktur. Für die „virtuelle Maschine“ ist ein weiterer Bereich reserviert: An der von Engel entwickelten preisgekrönten Software wird wie an einem Flugsimulator trainiert – nur geht es dabei um Spritzgießanwendungen. Auch für die eigene Belegschaft schreibt das Unternehmen seine Weiterbildungspläne alle zwei Monate fort.

„Als wir im Jahr 2000 das damals neue Gebäude bezogen, waren wir kein Dutzend Leute“, erinnert sich Vitz. Keiner habe damals erwartet, dass sich das Geschäft so rasant entwickelt. „Engel Hannover“ – so heißt der Standort Erdbeerfeld offiziell – hat heute rund 80 Mitarbeiter, und die Unternehmenspläne sehen ein weiteres, „deutlich zweistelliges Wachstum“ vor, so der Geschäftsführer. Der Wirtschaftsförderer Michael Frerking von der Gemeinde Isernhagen habe die Firma vorbildlich begleitet, auch die Erweiterung „durch alle Schritte der Baugenehmigung“. Jetzt wird weiteres Personal gesucht – vom Ingenieur über Servicetechniker mit und ohne Studium bis zum Kaufmann. Vitz ist zuversichtlich, denn der Technologiewandel sei eine große Chance für die Industrie insgesamt: Die Smart Factory der Zukunft besitze Anziehungskraft.

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