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Ärger um die Lastwagen

Kirchhorst/Isernhagen H.B. Ärger um die Lastwagen

Parkende Lastwagen in den Gewerbegebieten und vor allem die Hinterlassenschaften der Fahrer treiben die Ortsräte Isernhagen H.B. und Kirchhorst um. Während die Kirchhorster am Wochenende kurzerhand zur Selbsthilfe gegriffen haben, wollen die H.B.er bei einem Ortstermin nach Lösungen suchen.

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In einer langen Reihe parken abends die Sattelzüge an der Bahnhofstraße in Isernhagen H.B.

Quelle: Frank Walter

Kirchhorst/Isernhagen H.B.. Die 14 Freiwilligen, die sich auf Initiative des Kirchhorster Ortsrats am Sonnabend zum Müllsammeln an der Großhorst einfanden, trauten ihren Augen nicht: Auf nur 250 Meter Wegstrecke am Waldrand kamen zwei Autoanhänger voll Unrat zusammen. So fanden sich Koffer, eine Geldbörse, eine Heckscheibe, alte Reifen, ein Waschbecken, ein großer Fensterrahmen und sogar eine Toilettenschüssel.

Mit dieser Aktion wollte der Ortsrat zeigen, dass es so nicht weitergehen könne. Es müsse eine Lösung gefunden werden, damit der Müll erst gar nicht im Wald lande, so Ortsratsmitglied und Initiator Thomas Mazur. Einer der Hauptverursacher dürfte nicht nur seiner Meinung nach der Zulieferverkehr zum Gewerbegebiet sein. Wenn die Lkw-Fahrer abends einträfen und erst am folgenden Morgen entladen könnten, bleibe jede Menge Zeit, den Lastwagen mal wieder aufzuräumen. Durch nicht vorhandene sanitäre Anlagen entstehe ein weiteres Problem.

„Ich wünsche mir, dass hier Vorschläge von der Verwaltung kommen. Es kann ja nicht sein, dass die Gewerbesteuer allen zugutekommt, aber die unmittelbaren Lasten der Gewerbegebiete bei den direkten Anwohnern oder den Waldbesitzern verbleiben“, so Mazur. Wirkungsvoll dürfte es wohl nur sein, wenn alle Beteiligten zusammenarbeiteten: Firmen, die die Fahrer und Lieferanten aufklärten, Speditionen, die mit guten Beispiel vorangingen und beim nächsten Fahrertraining das Thema mit auf die Agenda nähmen, Hinweisschilder und mehr Kontrollen samt der Verhängung hoher Bußgelder.

Sind es Lieferanten für ansässige Betriebe, sind es Fahrer, die abends auf den Autobahn-Rastplätzen keine Parkfläche mehr finden? Fakt ist, dass sich auch im Gewerbegebiet in H.B. abends die Lastwagen stauen, deren Fahrer dort die Nacht verbringen. „Die Fahrer gehen in die Büsche, werfen ihren Müll weg – und das lockt die Ratten an“, monierte ein Bürger im Ortsrat – und das Halteverbot würde auch missachtet. Weil viele Fahrer zudem das Wohngebiet an der Bahnhofstraße passieren, um ins Gewerbegebiet zu gelangen, leiden die dortigen Anwohner unter zusätzlichem Verkehrslärm.

Auf Betreiben von Claus Hogrefe (FDP) wird sich der Ortsrat deshalb vor seiner nächsten Sitzung am Donnerstag, 4. Mai, zum Ortstermin im Gewerbegebiet treffen. Dabei wollen sich die Politiker Gedanken machen, ob und wie die Bahnhofstraße und die Industriestraße für den Lastwagen-Verkehr geschlossen werden können. Sollte es dazu kommen, wäre die Ampelkreuzung an der Kupferstraße künftig die einzige Zufahrt für Lastwagen ins Gewerbegebiet H.B.

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Freiwillige haben an der Straße Großhorst in Kirchhorst aufgeräumt.

Quelle: privat

Von Frank Walter

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