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Die Badesaison in Kirchhorst ist eröffnet

Isernhagen Die Badesaison in Kirchhorst ist eröffnet

Die Saison am Kirchhorster See ist am Wochenende gleich doppelt eröffnet worden: Am Sonnabend reinigte der Altwarmbüchener Tauchclub den See von Unrat, am Sonntag hüpften auf Einladung der CDU die ersten Mutigen in Badekleidung ins Wasser.

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Jede Menge Müll haben die Taucher und die fleißigen Helfer aus dem Kirchhorster See gezogen und am Strand eingesammelt.

Quelle: privat

Kirchhorst. Diesmal waren es kein Sofa und keine Golfbälle, dafür aber Glasflaschen, Windeln, Schuhe und ein Straßenleitpfosten: Das alles hat der Altwarmbüchener Tauchclub am Sonnabend aus dem Kirchhorster See geborgen. „Das ist ein wenig wie eine Reise in die Vergangenheit“, scherzte Horst Müller vom ATC. Die gefundenen Plastikbecher stammten noch aus der Zeit, als das Autokino direkt am See Besucher angelockt hatte. „Und Plastik verrottet eben nicht.“

Die Reinigungsaktion gehört für die Taucher seit Jahren im Frühjahr dazu. Zum Start in die Badesaison ziehen die Sportler dann auch als kleine Serviceleistung für die Kirchhorster die Schwimmkette, die das tiefe Wasser kenntlich macht, auf. „Das ist für uns reiner Spaß hier“, sagte Müller. Aber dennoch sei es auch eine gute Übung. „Im See zu tauchen, wo die Sicht nicht glasklar ist, das muss man erst einmal gemacht haben“, erklärte die ATC-Vorsitzende Ina Pannicke, während sie ihrem Schützling Katja bei deren Tauchpremiere im See zur Seite stand. Allerdings: So trüb ist das Wasser dort gar nicht. „Die Süßwassermuscheln filtern ganz gut“, stellte Müller fest. So bekommen die Taucher auch Einblicke in kleine Mysterien. Mitten im See beispielsweise, dort, wo es bis zu 7,50 Meter in die Tiefe geht, liegt ein Seil. „Daran hat sich noch keiner von uns getraut zu ziehen.“ Wer weiß, welch Schatz oder Geheimnis dabei zum Vorschein kommen würde.

Kein Geheimnis machte derweil am Sonnabend Ortsbürgermeister Herbert Löffler (SPD) aus seiner Begeisterung für die jährliche Aufräumaktion: Kurzerhand hatte er ein kleines Grillfest für die Taucher und Kirchhorster organisiert und zum Aufräumen am Strand aufgerufen. Das klappte problemlos: Mehrere Müllsäcke mit Bauschutt und allerlei Kleinkram reihten sich zu den Funden der Taucher.

So konnte die CDU, die für Sonntag zum traditionellen Anschwimmen bei Musik eingeladen hatte, in einen blitzsauberen See hüpfen. Es brauchte schon die ganz Mutigen, die bei weniger als 13 Grad Wassertemperatur in Badeanzug und Badehose schlüpften. Aber wenn man das eben seit Jahren so macht und auch groß angekündigt hat, dann kann auf einen verspäteten Frühling eben keine Rücksicht genommen werden. Die Kirchhorster wussten gut zu unterstützen: Zig Handykameras und Jubelrufe begleiteten die Tapferen in die Fluten. Diese wiederum überzeugten mit Humor. „Wer den Hut auf hat, traut sich was“, witzelte der CDU-Ortsverbandsvorsitzende Gerhard Raible mit Blick auf die Hühner-Badekappen.

Nach wenigen Minuten fand der Spaß ein Ende – in warmen Handtüchern und bei einer kleinen Stärkung. Die Bilanz des ersten Badewochenendes in Kirchhorst hatte Tauchpionierin Katja schon am Sonnabend gezogen: „Im Pazifik ist es irgendwie wärmer“, stellte sie fest. Wohl wahr.

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Von Carina Bahl

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