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Boden ist mit Altlast verseucht

Isernhagen K.B. Boden ist mit Altlast verseucht

Seit Jahren sehnlichst erwartet, wollte die Gemeinde jetzt endlich zusätzliche Parkplätze für die Kindertagesstätte St. Marien bauen. Doch der Boden ist kontaminiert und muss abgefahren werden.

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Auf der Wiese im Vordergrund sollen die zusätzlichen Parkplätze für die Kita St. Marien entstehen, die hinter der Alten Schule (Bildmitte) liegt.

Quelle: Frank Walter

Isernhagen K.B.. Schon im Juli 2012, als der Architekt die Pläne für die neue Kita vorstellte, stand das Parkproblem auf der Agenda. Den 13 Kurzzeitparkplätzen, die die Kirche auch für den Bring- und Abholverkehr zur Kita zur Verfügung stellte, stehen rund 90 Eltern sowie 13 Kita-Mitarbeiter samt Autos entgegen. Immer wieder, so Kita-Leiterin Yvonne Dorsch, parkten Eltern im absoluten Halteverbot vor der Alten Schule und dem Feuerwehrhaus. „Gerade zu den Stoßzeiten wird es eng.“ Manche Eltern hingegen sehen gar keine Probleme, und auch der neue Ortsbürgermeister Matthias Kenzler, der selbst am Kirchplatz wohnt, findet die Situation „entspannt“. Andere Eltern hingegen sprechen von Chaos, besonders an Regentagen – wenn noch mehr Eltern das Auto nutzen.

Abhilfe will die Gemeinde auf einem Privatgrundstück schaffen, wo sieben weitere Stellplätze geplant sind. Der Auftrag ist an eine Baufirma aus Peine vergeben. Doch jetzt hat sich laut Gemeinde herausgestellt, dass der Boden im Bereich der neuen Parkplätze und der Zufahrt stark kontaminiert ist. Bei einer Analyse sei ein teils sehr hoher Benzo(a)pyren-Gehalt festgestellt worden. Dieser krebserregende polycyclische aromatische Kohlenwasserstoff entsteht bei der unvollständigen Verbrennung organischer Stoffe und kommt unter anderem in Tabakrauch vor.

Woher die Bodenverunreinigung stammt, kann die Gemeinde nicht sagen. Klar ist aber, dass der Bodenaushub auf einer hierfür zugelassenen Deponie entsorgt werden muss. Die Mehrkosten werden zurzeit ermittelt – und auch, ob der Eigentümer sich daran beteiligt. „Der Bau der Parkplätze verzögert sich hierdurch zeitlich nicht wesentlich“, teilte Gemeindesprecherin Svenja Theunert mit.

Laut Gemeinde ist noch offen, ob für die neuen Parkplätze Beschränkungen angeordnet werden. Zumindest einen Teil der Plätze wüsste Kita-Leiterin Dorsch am liebsten für ihre Mitarbeiter reserviert – „das wäre super“. Für diese kommen die Kurzzeitplätze der Kirche nicht in Frage kommen.

Von Frank Walter

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