Volltextsuche über das Angebot:

12 ° / 9 ° Regen

Navigation:
Gibt es Interessenten für den Isernhagenhof?

Isernhagen Gibt es Interessenten für den Isernhagenhof?

Wo lässt sich im Haushalt sparen, um künftig millionenschwere Defizite zu vermeiden? Mit diesem Arbeitsauftrag sind alle Politiker ausgestattet. Die CDU stellte jetzt den Antrag, die Verwaltung möge prüfen, ob sich ein Interessent finden ließe, der den Isernhagenhof übernimmt.

Voriger Artikel
Erster Gemeinderat: Die Suche geht weiter
Nächster Artikel
Kinder lernen, wo der Strom herkommt

Findet sich jemand, der die Veranstaltungsscheune in F.B. übernimmt? Diese Frage soll jetzt die Gemeindeverwaltung klären.

Quelle: Archiv

Isernhagen. „Viele haben den Antrag falsch verstanden“, stellte Vanessa Schenke (CDU) im Kulturausschuss fest. Es gehe nicht darum, einen Beschluss zu fassen, den Isernhagenhof zu verkaufen, sondern rein um eine Prüfung, ob sich ein Interessent, beispielsweise eine Eventfirma, dafür finden ließe. „Wenn ja, können wir sehen, ob wir das überhaupt wollen und zu welchen Konditionen“, so Schenke.

Aus Sicht der SPD, die den Prüfauftrag als einzige Fraktion im Ausschuss nicht mittrug, gebe es mehrere Schwierigkeiten bei diesem Thema: „Spricht die CDU nur von der Scheune oder vom ganzen Isernhagenhof, wo auch die Musikschule und die Begegnungsstätte mit dazu gehören?“ fragte Rüdiger Hinrichs. „Es gibt noch langjährige Verträge mit den Kulturverein, die eingehalten werden müssen“, ergänzte Sabine Müller (SPD). Zumal man anzweifle, dass es überhaupt Interessenten geben würde – die Auflagen, welche Veranstaltungen in der Scheune überhaupt durchgeführt werden können, seien streng. Tagungen, Betriebsfeiern, Hochzeiten? All das geht nicht. „Die Region lässt auch nur zwei Großveranstaltungen im Jahr zu“, sagte Amtsleiterin Silvia Voltmer.

„Wir wollen auch gar nicht die Kulturförderung aufheben“, betonte Schenke. Mit 68 000 Euro unterstützt die Gemeinde jährlich den Kulturverein. Der CDU gehe es ausschließlich um die hohen Unterhaltungskosten für das Gebäude – diese werden sich in diesem Jahr auf rund 250 000 Euro für eine Lüftungsanlage summieren. Die Region hatte diese als Brandschutzauflage ausdrücklich gefordert.

Trotz massiver Kritik der SPD – „jetzt ist gerade Ruhe im Verein eingekehrt, es läuft gut und man kommt mit dem Geld hin. Da braucht es so eine Prüfung nicht“, so Müller – stimmte der Kulturausschuss mehrheitlich dafür. „Es gibt doch auch kein Argument dagegen, etwas zu prüfen“, betonte Arne Grävemeyer (CDU). Die Verwaltung sagte derweil eine Information bis zum Sommer zu – bis dahin muss auch eine Entscheidung stehen, um den Auflagen der Region noch nachzukommen.

Wie gut es im Isernhagenhof läuft, machte Andreas Fingberg-Strothmann vom Vorstand des Kulturvereins klar: „Wir haben jedes Wochenende zwei bis drei Veranstaltungen.“ Rund 20 würde der Kulturverein selbst auf die Beine stellen, hinzu kommen Termine der Musikschule, verschiedener Chöre sowie externer Veranstalter.

Von Carina Bahl

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6x61lpp1ysn1k9mscl1s
Stiftung St. Marien will Turmraum sanieren

Fotostrecke Isernhagen: Stiftung St. Marien will Turmraum sanieren