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Origineller Unterricht im Zelt

Isernhagen Origineller Unterricht im Zelt

Im Kulturzelt Isernhagen standen am Montagvormittag die Schüler im Mittepunkt: Beim Zirkus zum Mitmachen und beim Rukeli-Trollmann-Workshop wurde ein Unterricht der ganz besonderen Art geboten.

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Grundschüler aus Isernhagen N.B. testen auf dem roten Teppich am Kulturzelt ihr Geschick mit Diabolos.

Quelle: Chadde

Isernhagen. Stefanie Körschner und Britta Triebel konnten ihren Erst- und Viertklässlern gestern einen Unterricht der etwas anderen Art anbieten. Gemeinsam ging es von N.B. ins Kulturzelt am Hufeisensee, wo Zirkuspädagogin Traude Minke und Kollegen verschiedene Zirkusstationen aufgebaut hatten. Zwei Stunden lang wurden Radschlagen, Tellerjonglage und Leiterakrobatik trainiert. „Jeder entdeckt ein Talent, und dafür muss man nicht unbedingt sportlich sein“, erklärte Mink die Faszination der verschiedenen Angebote.

Eine andere Mischung aus körperlicher und intellektueller Auseinandersetzung bot der darauffolgende Workshop zum Thema „Rassismus“ im Kulturzelt. Altwarmbüchener Realschüler der achten und neunten Klassen befassten sich dabei mit den Erlebnissen des Boxers Rukeli Trollmann, der 1943 im KZ Neuengamme erschlagen worden war. Trollmanns Urgroßnichte Diana Ramos-Farina tourt zusammen mit Ex-Boxer Peter Nossbach durch die Region, um bewussten und unbewussten Rassismus im Alltag sichtbar zu machen. Im Rahmen des Workshops lieferte sie im Kulturzelt einen biografischen Abriss des Sinto Trollmann, dann betrat Nossbach den Ring. Der konditionsstarke 78-Jährige animierte die Schüler zu Liegestützen und Schattenboxen und erklärte seine Perspektive: „Beim Boxen ist der Gegner nie Feind, sondern immer Freund“.

Von PATRICIA CHADDE

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