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„Kunst darf keine Angst vorm Anecken haben“

Isernhagen K.B. „Kunst darf keine Angst vorm Anecken haben“

Rund 500 Beiträge hat der Isernhagener Kunstverein ART-Projekt Worpswede-Deutschland für seinen großen Wettbewerb gesichtet. Jetzt stehen die Sieger fest. Zum Thema „Gewalt – Macht – Herrscher“ wurden Bilder, Fotografien und Skulpturen von 200 Künstlern aus 19 Nationen eingereicht - darunter auch viele provokante Werke.

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Hargen Depelmann (von links), Timm Ulrichs, Albin Homeyer, Stefan Lang und Kurator Robert Hettich begutachten das Werk einer ukrainischen Künstlerin.
Zottl

Quelle: Zottl

Isernhagen K.B.. Statt lieblicher Landschaftsbilder ist kritische Auseinandersetzung gewünscht: Der Isernhagener Kunstverein ART-Projekt Worpswede-Deutschland hat am Wochenende nach einjähriger Arbeit die ersten Sieger des neuen „Kunstpreises Worpswede“ bestimmt.

„Gewalt | Macht |Herrscher“ lautete das Wettbewerbsthema, das der Verein jungen Künstlern vorgegeben hatte. Eine Fachjury, bestehend aus den Künstlern Timm Ulrichs und Stefan Lang sowie dem Langenhagener Galeristen und Experten Hargen Depelmann, begutachtete am Sonnabend im Hause des Vereinschefs Albin Homeyer in Isernhagen K.B. die besten 38 Werke und bestimmte die ersten drei Sieger des mit insgesamt 17 500 Euro dotierten Preises. Eigentlich war die Siegerkür bereits für den Dezember 2015 geplant gewesen. Doch der Verein wurde von der Resonanz überrascht: Knapp 200 Künstler aus 19 Nationen reichten 500 Bilder, Fotografien und Skulpturen ein, allein 90 Teilnehmer kamen aus der Ukraine, die für diesen ersten „Kunstpreis Worpswede“ zum Partnerland bestimmt worden war. Aber auch Künstler aus Rio, Shanghai, Istanbul haben sich beteiligt. „Dadurch war ein immenser Übersetzungsaufwand nötig, der zu der Verzögerung geführt hatte“, sagte Homeyer. Auch etliche deutsche Künstler, mehrere auch aus der Region Hannover, gehörten zu den Top 38.

Homeyer begrüßte am Sonnabend neben der Jury auch den Langenhagener Künstler Robert Hettich. Dieser ist Kurator der Ausstellung im Adlon Kempenski Hotel Berlin, die am 23. September mit der offiziellen Verkündung der Sieger eröffnet wird. Etwa 30 der 38 Favoritenwerke werden dort gezeigt.

Dass das Wettbewerbsthema auch eine gewisse Sprengkraft in sich birgt, hatte der Verein in den vergangenen Monaten zu spüren bekommen. Eigentlich hatte die Ausstellung zu Gast im Berliner Ritz-Carlton sein sollen. Das Hotel hatte dem Verein nachträglich abgesagt. Diese Erfahrung ging wohl auch an der Jury nicht spurlos vorüber. Neben Aspekten zu Technik und Aussage kam am Sonnabend vereinzelt auch die Frage nach dem „Können wir das wirklich zeigen?“ auf. Am Ende ließen sich die Männer davon nicht beeindrucken. „Kunst darf keine Angst vorm Anecken haben“, resümierte Homeyer.

Von Petra Zottl

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