Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Grüne Wand soll vor Lärm schützen

Isernhagen Grüne Wand soll vor Lärm schützen

22 Grundstücke wird die Gemeinde in diesem Jahr im Neubaugebiet Kircher Vorfeld verkaufen. Eine zwei Meter hohe Lärmschutzwand wird sie schützen – und diese sollte wenigstens grün und pflegeleicht werden, wie der Ortsrat K.B. am Dienstagabend erneut bekräftigte.

Voriger Artikel
Vorschlag: Kita-Gebührensatzung nicht ändern
Nächster Artikel
Neues Konzept gegen Verkehrschaos am A2-Center

22 Grundstücke sollen im Neubaugebiet Kircher Vorfeld entstehen.

Quelle: Frank Walter

Isernhagen K.B.. "Diese Mauer hätte nach unserer Gestaltungssatzung keine Chance auf Genehmigung gehabt“, sprach Ortsbürgermeister Hans-Heinrich Behrens am Dienstagabend im Ortsrat ein wahres Wort. Zwei Meter hoch und mehr als 65 Meter lang soll die Lärmschutzwand werden, die das neue Baugebiet zwischen Friedhof und K 114 vor dem Verkehrslärm schützen soll. „Wir müssen uns da leider an geltende Gesetze halten“, betonte Ines Wagenknecht von der Gemeindeverwaltung erneut.

Der Wunsch des Ortsrates, dieses massive Bauwerk, das auf mehreren der insgesamt 22 neuen Grundstücke stehen wird, wenigstens einheitlich errichten zu lassen und erst anschließend den Bauherren zu verkaufen, erfüllt die Gemeinde: Der Vorschlag, der im Ortsrat jetzt vorgestellt wurde, sieht eine vegetative Wand vor. Das heißt: Zwei Stützelemente, mit Vlies und Boden gefüllt, werden künftig unter Efeu, Wein oder Knöterich verschwinden. Drei Jahre soll es dauern, bis die 37 000 Euro teure Wand vollends begrünt ist.

„Und wer pflegt sie dann?“, fragte sich nicht nur Behrens. Die Grundstückseigentümer sind in der Pflicht – so die Antwort der Gemeindeverwaltung. Ob nicht doch die Gemeinde die Pflege übernehmen könnte und ob sich vielleicht die zig Meter lange Mauer noch optisch unterbrechen lasse, soll nun geprüft werden.

Weniger strittig als die Lärmschutzwand ist die Erschließung der Grundstücke: Über eine Ring- und eine kleine Stichstraße samt Wendehammer von der Straße Kircher Vorfeld aus soll das Neubaugebiet erreicht werden können. Dort gilt dann Schrittgeschwindigkeit – versetzte Parkplätze und Bäume, die kein Nebeneinander von zwei Autos auf der sechs Meter breiten Straße zulassen, sollen das laut Planer garantieren. Das Regenwasser soll über Kastenrinnen abgeleitet werden, das Schmutzwasser über Kanäle. Insgesamt plant die Gemeinde mit Kosten von 650 000 Euro.

Sanierungen dauern noch

Die Region Hannover plant gleich zwei aufwendige Sanierungen, die Isernhagen K.B. betreffen: Der Radweg zwischen der Kircher Bauerschaft und Altwarmbüchen entlang der Kreisstraße 114 soll auf 2,50 Meter verbreitert werden. Mit einem Baubeginn ist laut Gemeindeverwaltung aber nicht vor 2018 zu rechnen – unter anderem müssten dafür an manchen Stellen noch Flächen erworben werden. Die Vorplanung für den neuen Radweg soll allerdings noch in diesem Frühjahr der Gemeinde vorgestellt werden.

Auch die Ortsdurchfahrt, die Kreissstraße 113, soll in K.B. und F.B. in den nächsten Jahren grundsaniert werden. Mit dem Planfeststellungsbeschluss rechnet die Region allerdings erst im Spätsommer – auch die Frage der Entwässerung der Straße und der anliegenden Grundstücke ist noch nicht geklärt. Ein Baubeginn vor 2017 ist unrealistisch.

doc6oh72lr0wj7d0v54j10

So könnte die grüne Lärmschutzwand am Kircher Vorfeld aussehen.

Quelle: (K) Nord

Von Carina Bahl

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6sm6e19282awue1xchg
Wo ist der Hydrant? App weist den Weg

Fotostrecke Isernhagen: Wo ist der Hydrant? App weist den Weg