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Lastwagen sollen draußen bleiben

Kirchhorst Lastwagen sollen draußen bleiben

Warum bis zur Ampel fahren, wenn der Kreisel liegt so nah? Das fragen sich viele Auto- und Lastwagenfahrer - und nutzen statt der Stellmacherstraße lieber die Tempo-30-Zone Großhorst als Weg ins Gewerbegebiet Kirchhorst.

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Blick über den Kreisel auf der Steller Straße in Kirchhorst.

Quelle: Kai Knoche

Isernhagen. Eine Verkehrszählung hatte erst im vergangenen Jahr belegt, dass die Straße Großhorst mit rund 1200 Fahrzeugen pro Tag eine mehr als beliebte Abkürzung ins Gewerbegebiet Kirchhorst ist. Statt bis zur Ampelkreuzung Stellmacherstraße/Steller Straße zu fahren, biegen viele lieber bereits im Kreisel Richtung Gewerbegebiet ab. Der Grund dafür ist nicht zuletzt die Ampel an der dafür eigentlich vorgesehenen Zufahrt zum Gewerbegebiet: Morgens kommt es zu allerlei Rückstaus, „nachts steht man ganz allein an einer roten Ampel“, kritisierte ein Kirchhorster am Mittwochabend in der Ortsratssitzung und plädierte dafür, die Ampel am Abend auszuschalten.

Die CDU hatte, um den Verkehr ins Gewerbegebiet auf den richtigen Weg zu zwingen, eine Vollsperung der Straße Großhorst an der Gabelung zum Kollberg auf Probe gefordert. „Für ein paar Monate mit irgendetwas nicht Überfahrbarem“, erklärte Ortsratsmitglied Gerhard Raible (CDU). Ob wirklich alle Fahrzeuge durch eine Vollsperrung von der Abkürzung abgehängt werden sollen oder durch Poller nur die Lastwagen, das ließ der Ortsrat noch offen.

Wichtig jedoch, da waren sich alle einig, sei nicht eine Sperrung auf Probe, sondern eine dauerhafte Gesamtlösung - eine, die die Ampel an der Stellmacherstraße mit einbezieht. „Vielleicht ließe sich dort ein Kreisel bauen“, schlug Anne Ingrid Kollenrott (Grüne) vor. Gleichzeitig sollten die Anlieger der Straße Großhorst in die Diskussion um eine Umwandlung ihrer Straße in eine Sackgasse mit einbezogen werden.

Zwar dürften sich alle über eine Verkehrsberuhigung vor ihrer Haustür freuen - da hatte der Ortsrat keine Bedenken - aber es müssten laut Klaus Gutsch (SPD) auch die Konsequenzen einer solchen Maßnahme zuvor deutlich gemacht werden. „Diese Straße ist noch nicht endausgebaut“, warf er in die Runde. Zurzeit gelte sie als Durchfahrtsstraße, nach einer Sperrung aber als Anliegerstraße. „Und das kann bei einer Sanierung dann sehr viel teurer für die Anlieger werden.“

Die Verwaltung wird daher nun erst einmal Möglichkeiten und Folgen einer Sperrung prüfen. Vor einer Entscheidung soll es auf Ortsratswunsch zudem eine Anliegerversammlung geben.

Carina Bahl

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