Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
Lebensberatungsstelle unterstützt Scheidungskinder

Isernhagen F.B. Lebensberatungsstelle unterstützt Scheidungskinder

Wenn Eltern sich trennen, dann ändert sich für die Kinder plötzlich das ganze Leben. Um sie dabei zu unterstützen und ihren Eltern einen Blick dafür zu geben, was ihr Nachwuchs braucht, hat die Lebensberatungsstelle in Isernhagen F.B. ein neues Angebot.

Voriger Artikel
Falsche Polizisten stehlen 10.000 Euro
Nächster Artikel
Im Garten, da tanzen die Hexen

Ohne Druck, sondern mit viel Spaß, Vertrauen und Offenheit
reden Ingun Kiklas-Volkmann (links) und Gabriele Steinberg mit Kindern darüber, wie
sie sich fühlen, nachdem ihre Eltern sich getrennt haben.

Quelle: Carina Bahl

Isernhagen. Sehe ich Mama oder Papa jetzt weniger? Bin ich schuld an der Trennung? Was ist, wenn die beiden noch ein Kind bekommen? Muss ich aus unserem Haus jetzt in eine kleine Wohnung ziehen? Haben wir noch genug Geld? Und: Tue ich den beiden weh, wenn ich ihnen sage, dass es mir damit nicht gut geht?

Kinder, deren Eltern sich trennen, machen ein Wechselbad der Gefühle durch. Oft fällt es ihnen einfacher, sich auf neutralem Boden Vertrauenspersonen zu öffnen, die mit der Familie nichts zu tun haben. Das wissen die beiden Familienberaterinnen Ingun Kiklas-Volkmann und Gabriele Steinberg von der Lebensberatungsstelle in F.B. nur zu gut - seit 16 Jahren haben sie immer wieder Gruppen für Trennungskinder begleitet. Die nächste soll Anfang 2016 beginnen. Es gibt noch freie Plätze, für die man sich anmelden kann.

In einem Vorgespräch nur mit den Eltern verschaffen die beiden sich einen Überblick über die Trennungssituation. Im Anschluss lernen die Kinder die Beratungsstelle kennen. „Sie merken hoffentlich, dass wir ganz nett sind und sie hier viel Spaß haben können“, sagt Steinberg. Ohne Lust der Kinder gehe es nicht.

Die eigentliche Gruppe mit etwa acht Kindern im Alter von fünf bis zwölf Jahren trifft sich achtmal für 90 Minuten. „Jedes Treffen beschäftigt sich mit einem anderen Thema“, sagt Kiklas-Volkmann. Welche Wünsche haben die Kinder? Welche Ängste haben sie? Wie lässt sich mit Wut und Traurigkeit umgehen? „Die Kinder lernen in der Gruppe, dass sie nicht allein sind. Ihnen muss die Trennung ihrer Eltern nicht peinlich sein.“ Es gehe nicht um Druck und Problematisierung. „Diese Gruppe soll die Kinder entlasten und entspannen. Es wird gespielt und offen gesprochen.“

Beim Abschlussgespräch werden Wege aufgezeigt, wie die Eltern die Trennung für ihre Kinder leichter machen können. „Das Angebot ist für jedes Kind gut“, sagt Kiklas-Volkmann. Man müsse nicht warten, bis nach einer Trennung Auffälligkeiten wie Rückzug oder Aggressionen auftreten.

Von Carina Bahl

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6sm6e19282awue1xchg
Wo ist der Hydrant? App weist den Weg

Fotostrecke Isernhagen: Wo ist der Hydrant? App weist den Weg