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Legehennen: Protest geht online

Kirchhorst Legehennen: Protest geht online

Der Protest gegen den geplanten Legehennenstall in Kirchhorst ebbt nicht ab: Jetzt gibt es auch eine Onlinepetition gegen den Stall für 6000 Tiere. Die Baugenehmigung ist noch nicht erteilt - es fehlen noch Unterlagen.

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Der Protest gegen den Neubau eines Legehennenstalls ebt nicht ab.

Quelle: Symbolbild (Julian Stratenschulte)

Isernhagen. „Hennenstall in Kirchhorst stoppen!“ ist die Petition überschrieben, die Kritiker jetzt ins Internet auf openpetition.de/petition/online/hennenstall-in-kirchhorst-stoppen gestellt haben. Ziel ist es dabei, sich mit möglichst vielen Unterzeichnern, die den geplanten Stall für 6000 Legehennen in Freilandhaltung ablehnen, an Regionspräsident Hauke Jagau zu wenden. Denn: Für die Baugenehmigung ist die Bauaufsicht der Region Hannover zuständig.

Mehr als 900 Unterschriften hatten Bürger bereits schriftlich gesammelt, um das Vorhaben zu stoppen. Jetzt soll mit der Onlinepetition dem Protest Nachdruck verliehen werden. Die Kritiker fürchten weiterhin Geruchsbelästigung, gesundheitsschädliche Keime und eine Minderung der Wohnqualität durch die Hennen.

„Wir prüfen diesen Bauantrag sehr intensiv, weil wir wissen, wie viel Widerstand es in Kirchhorst gibt“, betont Regionssprecher Klaus Abelmann. 20 Anwohner hätten sich mit ihren Bedenken auch bereits einzeln an die Region gewandt. „Alle bekommen eine Antwort, aber sicherlich nicht die, die sie sich wünschen“, sagt Abelmann. Denn es bleibt dabei: „Ein normales Baugenehmigungsverfahren für so ein kleines Vorhaben sieht keine Bürgerbeteiligung vor.“ Auch der geforderte Einblick in die Gutachten und Unterlagen bleibt den Kritikern somit verwehrt.

„Wir bitten da um etwas mehr Vertrauen“, sagt Abelmann. Dieser Stall sei bei Weitem nicht der erste, den die Region prüfe. „Unser Naturschutzteam ist eingebunden, und wir haben für die Prüfung auch extra weitere Gutachten nachgefordert.“ Diese hat Vorhabenträger Gordon Gosch inzwischen vorliegen: „Ich werde sie jetzt schnell einreichen.“

Ob es eine Baugenehmigung geben wird, wird sich laut Abelmann erst dann entscheiden. „Sicherlich lässt sich über solche Ställe streiten, aber wenn alle gesetzlichen Vorgaben erfüllt sind, ist die Bauaufsicht verpflichtet, die Genehmigung zu erteilen.“ Ebenso wie auch die Gemeinde verpflichtet war, ihr Einvernehmen zu erteilen - was die Kritiker jedoch als „Missachtung des Bürgerwillens“ anprangern.

Dem Protest der Bürger räumt Abelmann keine Erfolgschancen ein: „Es besteht keine Möglichkeit, dass so eine Petition eine Baugenehmigung vereitelt.“ Entsprechend gelassen geht auch Gosch mit dem erneuten Protest um: „Wir regen uns darüber nicht mehr auf. Entweder unser Stall wird genehmigt oder nicht.“ Man habe alles getan, um den Kirchhorstern ihre Sorgen zu nehmen.

Von Carina Bahl

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