Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 7 ° Regenschauer

Navigation:
Lehrer stellen sich vor ihre Realschüler

Isernhagen Lehrer stellen sich vor ihre Realschüler

„Unsere Schüler sind weder Vandalen noch zerstören sie vorsätzlich Wände“: Mit dieser Stellungnahme richtet sich jetzt der Personalrat der Realschule Isernhagen an die Öffentlichkeit. Die Gemeindeverwaltung hält aber an ihrer Kritik fest.

Voriger Artikel
Bauarbeiten für neuesGewerbegebiet starten
Nächster Artikel
Platanen-Befürworter finden sich zusammen

Symbolbild

Quelle: Realschule Isernhagen

Isernhagen. Die in der jüngsten Ratssitzung geäußerte Einschätzung der Gemeindeverwaltung, dass es sich bei den Schäden und beim Schmutz an den Wänden der Realschule um Vandalismus handele, lässt die Lehrer jetzt Sturm laufen. „Diese Behauptung weisen wir auf das Schärfste zurück“, heißt es in der öffentlichen Stellungnahme des Personalrates. Bei den Schäden handele es sich um normale Gebrauchsspuren, die eben entstünden, „wo täglich mehrere Hundert Schüler in engen, weiß gestrichenen Gängen aneinander vorbeigehen müssen“.

Die Gemeindeverwaltung hält hingegen an ihrer Einschätzung fest: „Vor einem Jahr sind wir mit dem Schulleiter durch die Schule gegangen, und es war noch alles in Ordnung“, betont der Erste Gemeinderat Frank Niemeier. In diesem Jahr habe man die Ortsbegehung wiederholt - und sei zu dem Ergebnis gekommen: „Mein lieber Mann, hat diese Schule gelitten.“

Von Schäden, die versehentlich entstanden sind, könne dabei nicht die Rede sein: „Wir reden hier nicht nur von einfachem Schmutz“, sagt Niemeier. Putz sei herausgebrochen und mit Edding-Stiften an Wänden, Garderoben und in Toiletten geschmiert worden. An manchen Stellen fänden sich sogar Essensreste. „Und was heißt hier enge Flure? Die Flure in der Realschule sind breit. Da muss niemand gegen Wände treten oder mit Rollwagen dagegenfahren.“ Der Vorwurf eines weiteren Lehrers, dass die Gemeinde keinen Vergleich zu anderen Schulen ziehen könne, weil sonst nirgendwo Wände verputzt worden seien, lässt Niemeier nicht gelten: „In der Hauptschule und in manchen Grundschulen haben wir auch verputzte Wände, aber nicht diese Probleme.“

Für die öffentliche Kritik des Personalrates hat die Rathausspitze wenig Verständnis: „Die Schulleitung war bei all den Terminen miteingebunden.“ Realschulleiter Jens Könecke war für eine Stellungnahme aus persönlichen Gründen in den vergangenen Tagen allerdings nicht zu erreichen.

Dass die Wände in der Realschule schmutzig sind, diese Einschätzung teilt der Personalrat - sieht dafür aber einen anderen Grund als Vandalismus: „Dieses Schulhaus hat vermeintlich einen Schutzanstrich gegen Verschmutzungen erhalten. Wie sich aber herausstellte, befindet sich dieser nicht in den unteren Wandbereichen, sondern erst ab 1,20 Meter Höhe. Der untere Bereich hat einen hochempfindlichen Anstrich erhalten“, kritisiert der Personalrat. „Völliger Blödsinn“, hält Niemeier dagegen - der Schutzanstrich sei im unteren Bereich angebracht worden. „Allerdings hatten wir erwartet, dass dieser leichter zu pflegen und besser abzuwaschen ist.“ Es habe sogar Überlegungen gegeben, rechtlich gegen die Baufirma vorzugehen.

Ob Vandalismus oder normale Gebrauchsspuren: Der Fliesenschutz für 50 000 Euro soll das Problem schon bald beheben.

Von Carina Bahl

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6sm6e19282awue1xchg
Wo ist der Hydrant? App weist den Weg

Fotostrecke Isernhagen: Wo ist der Hydrant? App weist den Weg