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Line-Dance-Gruppe Grasshopper sucht Tänzer

Neuwarmbüchen Line-Dance-Gruppe Grasshopper sucht Tänzer

Es gibt Sportarten, die leben nicht von Ehrgeiz und Wettstreit, sondern von Herzblut und Spaß an der Sache. Eine davon ist Line-Dance. Das gilt zumindest seit 20 Jahren für die Grasshopper. Die lustige Tanztruppe trifft sich regelmäßig in Neuwarmbüchen.

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Line-Dance bei den Grasshoppern: Annemarie Schroeter (kleines Bild, links) und Michaela Köneke trainieren die Truppe – mit Cowboy-Krawatten.

Quelle: Carina Bahl

Neuwarmbüchen. Step, Drehung, Shuffle, Hüfte, Kick for Change und Jazz-Box: Die Ansagen, die Trainerin Michaela Köneke von links außen in Dauerschleife ihren aufgereihten Mittänzerinnen zuruft, wirken irritierend - für Nicht-Line-Dancer. Was ist wohl bewundernswerter: Dass passend zu den gut gelaunten Befehlen die Füße nur so fliegen, die Formation perfekt funktioniert? Oder doch, dass Köneke all diese Zungenbrecher fehlerfrei über Minuten aussprechen kann, ohne dabei selbst aus dem Takt zu kommen?

Stilecht sehen die Grasshopper am Dienstagabend im Haus der Begegnung aus. „Jeans, Stiefel und natürlich die karierte Bluse“ gehörten zum Line-Dance-Outfit, erklärt Trainerin Annemarie Schroeter. Mit der Bolotie - der Cowboy-Krawatte - und dem passenden Hut verrät der Tanz endgültig seine Herkunft: Amerika. Aber nicht nur zu Klassikern wie „River Dance“ und Country-Hits wie „No No Never“ verknoten sich die Beine synchron. Nein, auch mit überraschenden Einlagen zu Popsongs wie „The Loco-Motion“ können die zwölf Line-Dancer aus Neuwarmbüchen mit einer Choreografie auftrumpfen. Warum eigentlich Grasshopper, also Grashüpfer? „Sind das nicht musikalische Tiere?“, lautet Schroeters Gegenfrage. Die Antwort ist viel einfacher: „Der Name gefiel uns.“

Stampf - schon geht es weiter. Wie kann ein Neueinsteiger das nur lernen? „Die Neuen werden in die Mitte genommen, da können sie sich rechts und links orientieren“, verrät Köneke. Und im Zweifelsfall verstecken. Oder mitgerissen werden - wie Manfred Kobusch, der nebst Kollegen aus dem Ortsrat zu Besuch bei den „Neuen“ in der Begegnungsstätte ist. Auch ihm macht es Spaß, und das sieht man. „Wir wollen zu keinen Wettbewerben oder so. Wir machen es aus reiner Freude am Tanzen“, sagt Schroeter.

Vor 20 Jahren hatte sich eine Gruppe beim FC Neuwarmbüchen zum Square-Dance zusammengefunden. Weil die Männer aber die Lust am Tanzen verloren, wurde aus Square- bald Line-Dance - und aus den Pärchen eine lustige Reihe Frauen. Mit dem FC haben sie inzwischen nichts mehr zu tun. Die private Truppe tritt aber gern einmal auf.

Ein Mann ist inzwischen aber wieder dabei. In vorderster Reihe kickt der 18-jährige Tobias zur Country-Musik. Zwischen „seinen“ Frauen ist er Hahn und Küken zugleich. Im Sommerferienprogramm hat er 2011 seine Leidenschaft fürs Line-Dancen entdeckt. Seine Freunde konnte er nicht zum Mitmachen überreden. „Die wollen nicht mit Omis abtanzen“, scherzt eine Mittänzerin. „Ich finde das trotzdem gut“, betont Tobias selbstbewusst. Und schon geht es voller Begeisterung in die nächste, minutenlange Choreografie. Keine Fehler. Überall ein Grinsen. Omis? Von wegen! Tobias’ Freunde trauen sich nur nicht.

Wer möchte mittanzen?

Zwölf Tänzer und Tänzerinnen sind bei den Grasshoppern in Neuwarmbüchen bereits aktiv – aber die Reihe beim Line-Dance kann beliebig verlängert werden. „Wir freuen uns über jeden, der einfach Lust am Tanzen hat und vorbeikommt“, sagt Annemarie Schroeter. Geprobt wird alle 14 Tage dienstags ab 19.30 Uhr im Haus der Begegnung am Immenzaun in Neuwarmbüchen. Da die Gruppe aber hin und wieder dem monatlichen Treffen des Herren-Gesprächskreises weichen muss, sollten sich Interessierte vorab unter Telefon (05139) 4652 bei Annemarie Schroeter melden. 

von Carina Bahl

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