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Mehr Neubauten sollen Klima schonen

Isernhagen Mehr Neubauten sollen Klima schonen

Der Bauausschuss folgte am Dienstagabend dem Verwaltungsvorschlag, ab 2016 in Neubaugebieten der Gemeinde Wietzeaue mit dem KfW-55-Standard einen Energieeffizienzstandard vorzugeben, der über die gesetzlichen Anforderungen der Energieeinsparverordnung hinausgeht.

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Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bietet Bauherren, die energieeffiziente Häuser errichten, vergünstigte Kredite an.

Quelle: Symbolbild

Isernhagen. Das Angebot der Gemeinde Isernhagen für das Baugebiet Wietzeaue, besonders energieeffiziente Häuser nach dem KfW-40-Standard zu errichten und im Gegenzug einen Nachlass von zehn Euro pro Quadratmeter beim Grundstückspreis zu erhalten, hatte im ersten Bauabschnitt nicht einmal eine Handvoll der insgesamt 73 Bauherren gelockt. „Total fehlgeschlagen“ sei der Versuch, durch eine hohe Energieeffizienz eine Einsparung beim „Klimakiller“ Kohlendioxid zu erreichen, kommentierte das Bündnis 90/Die Grünen im Rat der Gemeinde - und sahen die Ziele des Klimaschutzaktionsprogramms gefährdet.

Mit ihrem Antrag, bei künftigen Grundstücksverkäufen den KfW-40- Standard als Mindeststandard festzulegen, konnten sich die Grünen zwar nicht durchsetzen. Der Bauausschuss folgte am Dienstagabend jedoch dem Verwaltungsvorschlag, ab 2016 in Neubaugebieten der Gemeinde mit dem KfW-55-Standard einen Energieeffizienzstandard vorzugeben, der über die gesetzlichen Anforderungen der Energieeinsparverordnung hinausgeht. Dieser soll im Kaufvertrag festgeschrieben werden. Wer sogar darüber hinaus im KfW-40-Standard baut, soll auch weiterhin von der Gemeinde finanziell gefördert werden. „Vielleicht sollte man sogar pro Quadratmeter 20 statt zehn Euro Nachlass gewähren“, regte Fabian Peters (Grüne) an. Die Verwaltung sicherte zu, das zu prüfen. Ebenso Zustimmung fand der Vorschlag von Ulrich von Rautenkranz (FDP), Interessenten an kommunalen Baugrundstücken künftig bei den Verkaufsgesprächen über die Förderung energieeffizienten Bauens durch die KfW-Förderbank zu beraten - „da geht so viel Geld verloren“, merkte von Rautenkranz an.

Solche Beratungsangebote gebe es zwar auch jetzt schon, berichtete Elke Freytag als Klima- und Umweltschutzbeauftragte der Gemeinde. Allerdings würden diese bislang fast nur für Altbausanierungen in Anspruch genommen.

Politik: Bedarf in Isernhagen ist vorerst gedeckt

Rund 18,6 Hektar Baugebiete sollte Isernhagen laut eines Gutachtens bis 2030 ausweisen, um den errechneten Bedarf zu erfüllen. Für mehr als 15 Hektar davon hat die Gemeinde auch schon konkrete Pläne – und dabei wird es auch vorerst bleiben, wie der Bauausschuss am Dienstagabend entschied. Die Fragerunde in allen Ortsräten, wo in Isernhagen noch Baugebiete ausgewiesen werden sollten, endete mit einem klaren Votum: In N.B. und K.B. darf nicht mehr gebaut werden, Altwarmbüchen und Neuwarmbüchen möchten nicht weiter wachsen, Kirchhorst, H.B. und F.B., wenn überhaupt, dann nur sehr behutsam. Viel wichtiger als neue Baugebiete, in denen Einzel- und Doppelhäuser Platz finden, war den Politikern ein anderes Thema: der soziale Wohnungsbau. „Was ist mit den vielen Flüchtlingen, die noch in Notunterkünften oder Asylheimen leben? Der Druck auf dem Wohnungsmarkt wird immens steigen“, mahnte Ulrich von Rautenkranz – und rannte damit offene Türen bei den Fraktionen und der Verwaltung ein. „Im ersten Quartal 2016 sollten wir uns damit beschäftigen“, betonte Fabian Peters (Grüne).

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