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Rat stimmt für Mehrausgaben

Isernhagen Rat stimmt für Mehrausgaben

Es wird enger: 40 Unterkünfte für Flüchtlinge betreibt die Gemeinde Isernhagen bereits – aber die Kapazitätsgrenze rückt näher. Der Rat hat mit dem Nachtragshaushalt nun die Grundlage geschaffen, um weitere Unterkünfte zu realisieren.

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Auf dem Grundstück des ehemaligen Soccerpark an der Seestraße in Altwarmbüchen wird eine Flüchtlingsunterkunft gebaut.

Quelle: Frank Walter

Altwarmbüchen. Die erste Großunterkunft für 75 Personen geht noch in dieser Woche in einer ehemaligen Gewerbehalle an der Borsigstraße in Altwarmbüchen in Betrieb. Das DRK wird die Betreuung der Flüchtlinge übernehmen – und die Versorgung. Der Begriff „Catering“ habe bei Bürgern laut Ratsmitglied Manfred Rehkopf (SPD) für kritische Stimmen gesorgt – muss die Gemeinde etwa auch noch für die Flüchtlinge kochen? Isernhagens Erster Gemeinderat Frank Niemeier stellte klar: „Es ist räumlich zu eng, als dass jeder kochen könnte. Es gibt keine Küche für 75 Personen.“ Ein Catering sei kein Luxus, sondern eher ein Einschnitt für die Bewohner, die sich so nicht selbst verpflegen dürften.

Die zweite Großunterkunft für circa 100 Personen am Altwarmbüchener See wird demnächst ebenfalls errichtet, die vorbereitenden Arbeiten sind abgeschlossen.Aber reichen wird das nicht: 384 Flüchtlinge leben aktuell in Isernhagen – darunter 152 Minderjährige. Bis zu 175 weitere sind bis Ende April angekündigt.

Die Wohnungen über der Begegnungsstätte in F.B. sind für 130 000 Euro im Umbau. Der Nachtragshaushalt, den der Rat am Montagabend einstimmig beschlossen hat, sieht für dieses Jahr zudem knapp 4 Millionen Euro an weiteren Ausgaben vor – das Gros der Kosten soll jedoch die Region erstatten. 25 000 Euro hat die Gemeinde nun noch obendrauf für die Jugendhilfe und die Betreuung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen eingeplant. „Wir haben den Nachtragshaushalt ausschließlich auf Flüchtlingsfragen begrenzt“, erklärte Kämmerer Michael Frerking. So hoffe man, schnellstmöglich eine Genehmigung zu bekommen.

Die Politik wiederum sucht schon weitere Lösungen. Die FDP beantragt, vor dem Bauhof in Altwarmbüchen Häuser zu bauen, die später als Sozialwohnungen genutzt werden könnten. Die Verwaltung prüft den Vorschlag, hat aber Bedenken. Abgesehen davon, dass das dortige Gewerbegebiet dafür umgewandelt werden müsste, „werden wir lärmtechnisch Probleme bekommen“, befürchtet Niemeier. Allein der stete Verkehr zum Baubetriebshof könnte große Abstände zur Bebauung erfordern.

Von Carina Bahl

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