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Nächster Filialist verlässt Crendel-Center

Altwarmbüchen Nächster Filialist verlässt Crendel-Center

Das Crendel-Center an der Hannoverschen Straße/Ecke Krendelstraße steht vor einer ungewissen Zukunft. Nachdem mit dem Schuhhändler Reno und dem Kinderausstatter Ernsting’s Family bereits ein kleiner und ein großer Mieter ausgezogen sind, steht jetzt der nächste Abgang fest.

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Wohin geht es für das Crendel-Center in Altwarmbüchen?

Quelle: Frank Walter

Altwarmbüchen. Die Bekleidungskette Takko schließt am 23. September, der Räumungsverkauf läuft. Gleichzeitig beschäftigt der Streit darüber, was künftig im Fachmarktzentrum verkauft werden darf, weiter die Juristen.

Man habe sich dazu entschieden, die Filiale zu schließen, „da sie nicht mehr in vollem Umfang unseren hohen Standortanforderungen entspricht“, heißt es dazu aus der Takko-Zentrale. Zu den Details will das Unternehmen keine Angaben machen. Hört man sich vor Ort um, bekommt man jedoch eine klare Antwort: „Zu viel Leerstand im Center“ sei der Grund. Immerhin 17 Jahre lang hatte das Modeunternehmen die fast 600 Quadratmeter im Crendel-Center belegt.

Immer größere Filialen

Fast ebenso groß war der Reno-Markt, doch dann eröffnete die Kette eine deutlich größere Filiale hinter Goldfassaden 700 Meter die Hannoversche Straße hinunter – im „großen Nachbarn“ des Crendel-Center, dem A2-Center. Auch bei Ersting’s Family, die 100 Quadratmeter Verkaufsfläche belegt hatten, war es offenbar der Drang nach großzügigeren Flächen, der zur Schließung der Filiale geführt hatte. Im ehemaligen Schaufenster hängt mittlerweile ein Plakat. Der Eigentümer des Crendel-Center, der sich aktuell nicht äußern will, möchte die Ladenfläche für sechs Monate bis fünf Jahre vermieten – „geeignet für Friseur, Optiker, Massage, Boutique“, heißt es dort.

Nach neuer Größe drängt auch der Aldi-Markt mit bislang rund 850 Quadratmetern im Center. Der Grundeigentümer hatte deshalb im Herbst 2016 eine Bauvoranfrage für einen Lebensmitteleinzelhandel mit 1200 Quadratmetern Verkaufsfläche gestellt. Nach Meinung der Region Hannover als Baugenehmigungsbehörde wäre das auch zulässig.

Die Gemeinde Isernhagen hätte mit einem größeren Discounter ebenfalls zwar kein Problem. Sie sorgt sich jedoch davor, dass ohne planungsrechtliche Festsetzungen auch Vollsortiment-Supermärkte wie beispielsweise Edeka ins Crendel-Center ziehen könnten – und dann den erst durch einen umständlichen Grundstückstausch ermöglichten Rewe-Markt im Zentrum an der Bothfelder Straße gefährden würde.

Die Gemeinde arbeitet deshalb an einem Bebauungsplan und hat Klage gegen die Region vor dem Verwaltungsgericht erhoben. „Die Entscheidung steht noch aus“, heißt es aktuell vonseiten der Gemeinde.

Neuer Vorstoß scheitert

Auch mit seinem jüngsten Versuch auf eine Umstrukturierung ist der Center-Eigentümer bei der Gemeinde auf Widerstand getroffen: In einem neuerlichen Antrag auf Bauvorbescheid hatte der Eigentümer angefragt, ob die Umnutzung des bestehenden Discounters in einen Drogeriemarkt, die Vergrößerung eines der verbleibenden Bekleidungsmärkte auf rund 550 Quadratmeter sowie die Bildung eines Ladenlokals mit circa 840 Quadratmetern Verkaufsfläche für einen Non-Food-Discounter zulässig wäre. Als Non-Food-Discounter bezeichnet man Restpostenmärkte. Immerhin will Drogerie-Riese Rossmann an seinem Standort an der Krendelstraße festhalten – die 500-Quadratmeter-Filiale liegt allerdings nicht im Crendel-Center, sondern nebenan.

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Von Redakteur Frank Walter

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