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Neues Feuerwehrhaus eröffnet

Altwarmbüchen Neues Feuerwehrhaus eröffnet

15 Jahre hat die Suche nach einem passenden Standort für ein neues Feuerwehrhaus in Altwarmbüchen gedauert - am Freitag wurde der 2,7 Millionen Euro teure Bau eröffnet.

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Das neue Feuerwehrhaus in Altwarmbüchen ist fertig.

Quelle: Carina Bahl

Isernhagen. Wenn Feuerwehrmänner den Besen schwingen, die seit 30 Jahren keinen mehr in der Hand hatten, dann ist das ein sicheres Zeichen, dass sie stolz auf ihr neues Gerätehaus sind - davon ist Ortsbrandmeister Marc Perl überzeugt. Überhaupt habe die einjährige Bauzeit mit der Übergangslösung im alten Bauhof seinem Team einiges abverlangt: „Eine Schwerpunktfeuerwehr zieht nicht einfach so an einem Tag um. Das geht nur, wenn alle es gern machen.“

Von den jahrelangen Diskussionen zwischen Feuerwehr, Verwaltung und Politik über den richtigen Standort war gestern nichts mehr zu spüren. „Die Mitarbeiter vom Amt für Gebäudewirtschaft und ich haben im vergangenen Jahr ein eheähnliches Verhältnis geführt“, scherzte Perl über die intensive Zusammenarbeit mit der Verwaltung. „Wir werden uns jetzt weiter regelmäßig treffen müssen, um uns nicht zu vermissen.“

Wie lang die Odyssee wirklich war, hatte Bürgermeister Arpad Bogya noch gut im Kopf: Im Jahr 2000 hatte die Suche nach einem Standort begonnen. Von 2002 bis 2008 kamen diverse Grundstücke von der Gewerbebrache bis zum eigentlichen Favoriten Am Walde, wo heute der Baubetriebshof steht, in die politische Diskussion. 2013 dann die Kehrtwende und der neue Beschluss: Hilfsfristen müssen eingehalten werden - die Bauhof-Nachbarschaft ist aus dem Rennen. „Die heutige Feuerwehrspitze hat es immer gesagt“, gestand Bogya am Freitag ein - und so kam der Favorit der Altwarmbüchener zur Umsetzung: ein neues Haus am alten Standort.

Braucht es so etwas für 2,7 Millionen Euro überhaupt? „Ja, und ich stehe dazu“, betonte Gemeindebrandmeister Clive von Plehn. Die Mängelliste, die der Gutachter der Gemeinde vorgelegt hatte, war lang und schmerzhaft - sie kam in von Plehns Vortrag am Freitag aber als charmanter Seitenhieb daher, den der Bürgermeister mit einem Augenzwinkern quittierte. „Feuerwehr ist keine Freizeiteinrichtung, sondern eine lebenswichtige Infrastruktur“, betonte von Plehn. „Und eine gute Infrastruktur schafft Motivation“, zeigte sich Bogya überzeugt vom Isernhagen-Standard des neuen Hauses.

Und bei so viel moderner Technik, die sich dort findet, ging Perl ein Versprechen an den Bürgermeister ganz leicht über die Lippen: „Sie werden nie wieder eine Jahresversammlung erleben, in der wir über fehlende Abgasabsauganlagen reden müssen.“

Carina Bahl

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