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Neues Hotel am See soll Gaststätte Zum Maikäfer ersetzen
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Kirchhorst Neues Hotel am See soll Gaststätte Zum Maikäfer ersetzen

Wenn das geplante Hotel am Kirchhorster See seinen Betrieb aufnimmt, soll ein anderes bekanntes Haus im Ort weichen: Eigentümer Frank Jasiek wird die Gaststätte Zum Maikäfer abreißen lassen.

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Hotelier Frank Jasiek hat große Pläne für den Kirchhorster See.

Quelle: Frank Walter

Isernhagen. Sechs Millionen Euro will Frank Jasiek, seit 1986 Betreiber des Hotels Amadeus in Altwarmbüchen, gemeinsam mit Partnern in den Neubau am Kirchhorster See investieren. Und dieser soll beileibe nicht nur Tagungsgästen, Erholungssuchenden und Hochzeitsgesellschaften offenstehen: „Ich wünsche mir, dass auch die Kirchhorster Vereine sich dort treffen“, sagt der 54-Jährige. Auf ihre langjährige Vereinsgaststätte Zum Maikäfer werden Männerchor Kirchhorst, Laienspielgruppe Stelle und andere dann ohnehin nicht mehr zurückgreifen können - Jasiek will das Gasthaus abreißen, sobald das Hotel am See steht. „Der Maikäfer vermodert und ist abrissreif“, wird er deutlich. Sein Pächter wolle aufhören, einen neuen Wirt werde er nicht finden, ohne kräftig ins Gebäude zu investieren. „Und das Geld stecke ich lieber ins Hotel.“

Im September 2010 hatte Jasiek schon einmal mit dem Abriss des alten Gasthauses geliebäugelt. Damals hatte er an gleicher Stelle ein Hotel mit Bäckerei errichten lassen wollen, war aber auf Widerstand der Gemeinde gestoßen - die ihm anschließend den Standort am Kirchhorster See schmackhaft gemacht hatte. Jasiek will dort ein familiär geführtes Vier-Sterne-Tagungshotel mit 60 Zimmern, Wellness- und Veranstaltungsbereich sowie einer Außenbewirtschaftung errichten.

Ein 10.000 Quadratmeter großes Grundstück im Bereich des heutigen Seeparkplatzes ist dafür vorgesehen, für eine weitere Fläche zur späteren Erweiterung will er eine Option mit der Gemeinde vereinbaren. Der freie Zugang zum See für Badegäste bleibt bestehen, der Hotelier wird auch eine Badeaufsicht garantieren.

Jasieks Wunsch, im Sommer 2014 zu eröffnen, hat sich mittlerweile zerschlagen. Laut des Isernhagener Wirtschaftsförderers Michael Frerking ist der Entwurf des Kaufvertrags fertig. Nach der Unterzeichnung werde die Bebauungsplanung den Gremien zur Empfehlung vorgelegt, das Verfahren selbst dauere etwa ein Jahr.

Zerschlagen haben sich mittlerweile offenbar Pläne, eine andere ehemalige Gastwirtschaft in Kirchhorst zu reaktivieren: das Gasthaus Grethe. Eine Bauvoranfrage aus dem Dezember 2011 sah eine Sanierung des alten Gebäudes sowie eine Wiederbelebung der Gastronomie mit einem Biergarten auf der Gartenseite vor. Der Planungs- und Bauausschuss hatte dagegen auch keine Einwände erhoben. Mittlerweile ist dort nach Auskunft der Gemeinde aber eine Bebauung mit Einzel- und Doppelhäusern geplant. Der Bauvorbescheid ist erteilt, ein Bauantrag aber noch nicht gestellt.

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HAZ-Redakteur/in Frank Walter

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