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Neues Zuhause für Flüchtlinge

Isernhagen Neues Zuhause für Flüchtlinge

Die Renovierung ist abgeschlossen, noch in dieser Woche sollen die letzten Möbel aufgebaut werden: Dann ist die neue Unterkunft für 32 Flüchtlinge an der Dieselstraße in N.B. bezugsfertig.

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Quelle: Carina Bahl

Isernhagen. Wer sich bei Flüchtlingsunterkünften bisher lange, dunkle Flure mit engen Zimmern vorgestellt hatte, der war noch nicht an der Dieselstraße in N.B. Das ehemalige Mitarbeiterwohnhaus der Milch-Union, das die Gemeinde für die Unterbringung von 32 Flüchtlingen angemietet hat, wirkt einladend: Im Garten ist viel Platz zum Spielen, auch eine Grillhütte und ein Fahrradunterstand sind vorhanden. Der Hausflur ist hell, die Wohnungen haben Balkone und Briefkästen. Bilder hängen an den Wänden.

„Hier ist Platz für vier Familien und ein Paar“, sagt Sozialarbeiter Yilmaz Baris beim Rundgang. Vier Zimmer auf rund 80 Quadratmetern stehen jeweils für die Familien parat. Die kleinere Wohnung bietet mit 25 Quadratmetern weniger Platz, überzeugt aber ebenfalls mit der Ausstattung. „Bett, Tisch, Stühle, Schrank, Küche, Waschmaschine, Jalousien“, zählt Baris die Grundausstattung auf, die die Gemeinde stets für die Flüchtlinge anschafft. Meistens ist es Neuware. „Selten greifen wir auch auf Spenden zurück“, sagt der Sozialarbeiter. Ansonsten gehe der Hausmeister im Möbelmarkt einkaufen - „qualitativ gut, aber möglichst günstig“.

Leserbrief

Zum Leserbrief „Den Hilfesuchenden Schutz und Hilfe bieten“ vom 24. Juni: Es bringt die Flüchtlingspolitik nicht voran, wenn bei jeder kritischen Äußerung sofort die moralische Keule geschwungen wird. Laut HAZ vom 20. Juni kommen die meisten der zurzeit in Hannover betreuten Flüchtlinge aus Ghana. Sind dort auch die Menschen „vom Tod“ bedroht, wie Herr Rautenkranz schreibt? Bisher habe ich davon noch nie gehört, auf welche Informationsquelle bezieht sich Herr Rautenkranz? Den Flüchtlingen tut man mit solchen pauschalen Aussagen wohl keinen Gefallen.

Detlev Küttler, Großburgwedel

Die Räume an der Dieselstraße sind in den vergangenen Wochen ausgeräumt, renoviert und eingerichtet worden. Ein paar Möbel fehlen noch - und die Grundreinigung. Nächste Woche sollen die ersten Flüchtlinge dort ein Zuhause finden. „Das ist hier das richtige Angebot für Familien aus Kriegsgebieten“, sagt Baris.

Die Schritte, nachdem die Gemeinde angekündigt bekommen hat, welche Flüchtlinge wann anreisen, sind im Rathaus inzwischen geübt: „Es geht sofort eine E-Mail an das Helfernetzwerk raus, um Paten für die neuen Flüchtlinge zu finden“, sagt Baris. Das funktioniere meist sehr schnell. In Isernhagen angekommen, erhalten die Flüchtlinge ein Faltblatt, auf dem sie die wichtigsten Anlaufpunkte und Informationen in ihrer Sprache finden. „Wir zeigen ihnen auch, wie man beispielsweise eine Waschmaschine bedient“, betont der Sozialarbeiter. Die Ehrenamtlichen würden die ersten Einkäufe mit ihnen unternehmen und Plätze in Deutschkursen für sie finden. Das DRK packe zudem ein Willkommenspaket mit Bettwäsche und Haushaltswaren.

„Es gibt Familien, die integrieren sich sehr schnell. Dann kommen wir möglichst selten vorbei, um sie nicht zu stören“, sagt der Sozialarbeiter zur Betreuung. Wenn Flüchtlinge allerdings Hilfe nötig hätten, stünden er und seine Kollegin Maria Pruszynska parat.

Von Carina Bahl

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