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Noch ist das Reitpferd nicht vom Eis
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Isernhagen Noch ist das Reitpferd nicht vom Eis

In die nachträgliche Absicherung der Plätze des Reit- und Fahrvereins Isernhagen kommt Bewegung. Als erstes Gremium befasst sich in der nächsten Woche der Ortsrat Isernhagen H.B. mit der Aufstellung eines Bebauungsplans.

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Das Gelände des Reit- und Fahrvereins ist am Dienstag Thema im Ortsrat von Isernhagen H.B.

Quelle: Frank Walter

Isernhagen H.B.. Regelmäßig hochgeschlagen waren die Emotionen in der Vergangenheit, wenn es um die vor Jahren ohne Genehmigung im Landschaftsschutzgebiet gebauten Reitplätze ging. Rund 200 Mitglieder und Freunde des Reit- und Fahrvereins Isernhagen hatten Anfang März 2012 sogar bei einer Demonstration in Hannover ihrem Unmut über den drohenden Abbau ihrer Sportstätten Luft gemacht. Jetzt spricht der stellvertretende Vereinsvorsitzende Eugen Klein von einer „Ent-emotionalisierung“ der Debatte, von einer aufgeheizten Atmosphäre sei nichts mehr zu spüren. Das gegenseitige Verständnis zwischen Verein und Regionsverwaltung sei gewachsen. Die Region habe sich von ihren Schuldzuweisungen verabschiedet. „Beide Seiten nähern sich einer Lösung, mit der sowohl die Interessen des Naturschutzes als auch des Reitsports zur Deckung gebracht werden können“, teilte auch Regionssprecher Klaus Abelmann mit. Das jüngste Gespräch mit dem Reit- und Fahrverein, an dem auch Umweltdezernent Axel Priebs und Bürgermeister Arpad Bogya beteiligt waren, sei unkompliziert verlaufen.

Konsens bestehe darüber, dass der Verein als ersten Schritt einen privatrechtlichen Vertrag mit der Region abschließe, in dem die Ersatz- und Ausgleichsmaßnahmen für die Eingriffe in die Natur festgelegt werden sollen. Dazu ist eine Erweiterung des benachbarten Landschaftsschutzgebiets an der Hahle auf der anderen Seite der Burgwedeler Straße vorgesehen. Anschließend werde die Verwaltung der Regionsversammlung eine Löschung des Vereinsgrundstücks aus dem Landschaftsschutzgebiet empfehlen.

Gleichzeitig zum Löschungsverfahren soll vonseiten der Gemeinde der Flächennutzungsplan geändert und ein Bebauungsplan aufgestellt werden. Dies wird zuerst im Ortsrat von H.B. am Dienstag, 29. Januar, ab 18 Uhr in Voltmers Hof diskutiert. Die Regionsverwaltung wird den Umweltausschuss am Dienstag, 5. Februar, (14 Uhr, Haus der Region, Raum 602) auf den laufenden Stand bringen. Die Planungskosten von rund 30000 bis 40000 Euro wird der Verein schultern müssen. Ob die Regionspolitik aber den eingeschlagenen Weg mitgehen wird, vermag der stellvertretende Vereinsvorsitzende auch nicht zu sagen: „Was politisch passiert, weiß niemand“, sagt Klein. Dennoch: „Wir hoffen, dass zum Großen Preis von Isernhagen im Sommer alles in trockenen Tüchern ist“ - schließlich feiert der Verein 2013 sein 100-jähriges Bestehen.

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HAZ-Redakteur/in Frank Walter

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