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Notdienstbezirke sollen zusammengelegt werden

Isernhagen Notdienstbezirke sollen zusammengelegt werden

Die FDP-Ortsverbände aus Isernhagen, Burgwedel und Langenhagen haben am Mittwochabend nicht nur einstimmig Christiane Hinze zur Kandidatin im Wahlkreis 31 für die Landtagswahl nominiert, sondern auch erfahren, dass es ab 2018 einen gemeinsamen Notdienstbezirk für die vier Kommunen im Norden der Region geben soll.

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Die Kassenärztliche Vereinigung plant, einen gemeinsamen Notdienstbezirk für Burgwedel, Isernhagen, Langenhagen und die Wedemark einzurichten.

Quelle: Symbolbild

Isernhagen/Burgwedel/Langenhagen. Die FDP Isernhagen holt sich für Mitgliederversammlungen gern Experten zu aktuellen Themen dazu – am Mittwochabend erfuhren die Liberalen in Altwarmbüchen vom Allgemeinmediziner Thomas Riebschläger, dass sich mit Blick auf die Notdienst-Bezirke im nächsten Jahr einiges ändern soll.

Ein Herzinfarkt, ein Schlaganfall, ein Unfall – in diesen Fällen besteht kein Zweifel daran, dass es eines Notarztes bedarf und der Rettungsdienst per Notfallnummer 112 angefordert werden muss. Aber es gibt auch die anderen Fälle: Wichtige Medikamente gehen unerwartet aus, eine schwere Grippe hat einen über Nacht lahm gelegt oder ein anderer fiebriger Infekt muss behandelt werden. Wenn die Hausarztpraxis regulär geöffnet hat, ist das kein Problem. Wenn es aber nachts passiert oder am Wochenende, braucht es andere Lösungen.

Seit mehreren Jahren gibt es dafür die zentrale Telefonnummer 116 117. Über eine Leitstelle werden Patienten mit dem Arzt verbunden, der für ihren Bezirk im Notdienst ist. Dieser kommt zum Hausbesuch vorbei. Ein Angebot, das sich auch an Kinder und Jugendliche richtet und vermeiden soll, dass jeder Schnupfen-Patient in der Notaufnahme von Krankenhäusern landet. Bis dato sind Burgwedel und Isernhagen ein gemeinsamer Notdienstbezirk, Langenhagen und Wedemark sind eigenständige Bezirke – das soll sich jetzt ändern. 

Die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen (KVN) plant, die drei Notdienstbezirke im Norden der Region zusammenzulegen. „Es soll zudem eine zentrale Notdienstpraxis am Krankenhaus Großburgwedel eingerichtet werden“, berichtete Riebschläger. Diese öffne außerhalb der regulären Sprechzeiten von Hausärzten, beispielsweise von 19 bis 22 Uhr sowie am Wochenende und sei mit einem Arzt im Notdienst versehen. „Es gibt Patienten, die zwar Hilfe brauchen, aber noch ins Auto steigen und in die Praxis fahren könnten“, so Riebschläger. Die Lage am Krankenhaus habe den Vorteil, dass im Notfall schnell eine Einweisung möglich wäre. Gleichzeitig werde die Notaufnahme um minderschwere Fälle entlastet.

Den sogenannten „Taxi-Doktor“ – sprich: ein Arzt im Notdienst, der mit dem Auto die Patienten daheim besucht – werde es weiterhin geben. Allerdings dann nur noch einen statt der zurzeit drei für alle vier Nordkommunen. „Die Planung sieht vor, das Ganze Mitte Januar, spätestens im zweiten Quartal 2018 umzusetzen“, erklärte Riebschläger den FDP-Politikern. Ende dieses Monats seien alle Ärzte zu einer Versammlung eingeladen, um über den aktuellen Stand informiert zu werden.

Der hausärztliche Notdienst unter der Nummer 116 117 hat sich noch nicht überall herumgesprochen – dennoch liegen die Einsatzfahrten in Burgwedel und Isernhagen schon jetzt bei rund 25 pro Woche. Mit der Zusammenlegung wären die zentrale Praxis in Großburgwedel und der Fahrdienst-Arzt für rund 120 000 Einwohner zuständig. Was nach einer Mehrbelastung für die Ärzte klingt, soll genau diese verhindern: „Ziel ist es, die Ärzte bei den Notdiensten zu entlasten“, sagte Riebschläger. Vor allem in ländlichen Gegenden, wo es wenige Ärzte gebe, müssten seine Kollegen oft sehr viele Notdienste übernehmen. Meistens engagierten diese dafür freiberufliche Ärzte. Mit der Zusammenlegung der Bezirke würden sich die Notdienst-Verpflichtungen deutlich verringern.

Christiane Hinze kandidiert für den Landtag

Christiane Hinze wird für die FDP in Burgwedel, Isernhagen und Langenhagen im Wahlkreis 31 für den Landtag kandidieren. Einstimmig fiel das Votum der drei Ortsverbände am Mittwochabend für die Neuwarmbüchenerin aus. „Ich schlage Christiane Hinze aus voller Überzeugung vor“, betonte Ulrich von Rautenkranz. Dank ihres Engagements sei der Ortsverband Isernhagen neu gestärkt worden, sie habe viel Sympathie für die FDP geweckt, zahlreiche neue Mitglieder gewonnen und sei omnipräsent mit ihrem Einsatz. „Sie ist die Richtige.“ Daran hatte keiner bei der Mitgliederversammlung seine Zweifel.

Hinze selbst zeigte sich gerührt vom großen Zuspruch: „Das ist alles doch aufregend. Das Abgebrühte, was manch ein Politiker hat, muss ich wohl noch lernen.“ Seit 1996 sitzt Hinze im Ortsrat Neuwarmbüchen, ist inzwischen auch im Gemeinderat und der Regionsversammlung mit einem Mandat vertreten. „Ich will etwas bewegen“, betonte Hinze. „Aber ich habe gemerkt, dass viele wichtige Entscheidungen eben im Land getroffen werden.“ Ob Ausbildung der Erzieher, Lehrerversorgung, Investitionen in Krankenhäuser, Präsenz der Polizei oder landwirtschaftliche Fragen: „Es gibt viele Baustellen, und ich möchte die Interessen der FDP im Land vertreten.“ Ihre Hoffnung ist es jetzt, auf der Landesliste möglichst weit vorn platziert zu werden. „Ich bin überzeugt, dass es Zeit für einen Wechsel ist“, so Hinze.

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Christian Possienke gratuliert Christiane Hinze zur Kandidatenkür. Die Neuwarmbüchenerin wird für die FDP im Wahlkreis 31 für den Landtag kandidieren.

Quelle: Carina Bahl

Von Carina Bahl

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