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Offene Ganztagsschule ist das Ziel

Isernhagen Offene Ganztagsschule ist das Ziel

Die Gemeinde hat in den vergangenen Wochen per Umfrage den Bedarf und die Wünsche der Eltern im Grundschulbezirk Isernhagen N.B. für die Betreuung ihrer Kinder ermittelt. Jetzt liegen die Ergebnisse auf dem Tisch – und das Ziel heißt: Offene Ganztagsschule (OGS).

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Wird eine offene Ganztagsschule an der Grundschule Isernhagen N.B. eingerichtet? Darüber werden jetzt ein Runder Tisch und die Politiker diskutieren.

Quelle: Symbolbild

Isernhagen. „Wir sind beeindruckt, wie gut der Rücklauf war“, betont Bürgermeister Arpad Bogya. 375 Fragebögen hatte die Gemeinde an die Eltern von Kindergartenkindern, Erst- und Zweitklässlern geschickt. 208 Fragebögen fanden ihren Weg ausgefüllt zurück ins Rathaus – 55 Prozent. „Vor allem Eltern von Dreijährigen haben teilgenommen“, stellt Amtsleiterin Silvia Voltmer fest. Wenig überraschend für sie – „das sind genau die Eltern, die ihr Kind gerade in den Kindergarten gegeben und sich so intensiv mit dem Thema Betreuungszeiten auseinandergesetzt haben.“

Die Gemeinde hatte gleich mehrere Punkte mit dem Fragebogen geklärt. 60 Prozent der Eltern wünschen sich eine Betreuung ihrer Grundschulkinder über 13 Uhr hinaus. „Die meisten brauchen eine Betreuung bis 15 oder 16 Uhr“, bilanziert Voltmer. Gleichfalls geht sie davon aus, dass es bei einer Umfrage beispielsweise in Altwarmbüchen noch sehr viel mehr Eltern mit einem Betreuungsbedarf in den Nachmittag hinein gegeben hätte. „Der Druck in den Altdörfern ist nicht ganz so massiv.“

Bei der Frage, ob eine Betreuung in den Ferien gebraucht wird, bejahten dies 63 Prozent der Eltern für den Sommer, 44 Prozent für den Herbst und 45 Prozent für die schulfreie Zeit rund um Ostern. „Im Ergebnis wünschen sich die Eltern ein pädagogisches Betreuungspaket bis in den Nachmittag hinein“, resümiert Voltmer. „Allerdings ist es ihnen egal, wer dieses umfassende Konzept anbietet.“

Das lässt sich vor allem anhand der dritten Frage ablesen. In diesem Bereich hatte die Gemeinde ermittelt, welche Art der Betreuung sich Eltern wünschen. 31 Prozent haben sich dabei für eine Offene Ganztagsschule ausgesprochen – ein Nachmittagsangebot, organisiert von der Schule, das aber nicht verpflichtend für alle Schüler, sondern je nach Bedarf für ein Halbjahr und unterschiedlich viele Tage pro Woche bindend gewählt werden kann. In diesem Modell ist der Unterricht weiterhin auf den Vormittag beschränkt – am Nachmittag gibt es Freizeitangebote, die auch von Vereinen und Initiativen ausgerichtet werden können. „Die Verantwortung liegt dennoch bei der Schule“, stellt Voltmer klar.

21 Prozent aller Eltern können sich auch eine teilgebundene Ganztagsschule vorstellen, die alle Schüler dazu verpflichtet hätte, an mindestens zwei Tagen pro Woche das Ganztagsangebot zu nutzen. In diesem Fall hätten sich Freizeitangebote und Unterricht über den Tag hinweg abwechseln können. Noch weniger, nämlich 17 Prozent, wollen das bestehende System aus verlässlicher Grundschule bis 13 Uhr und anschließender Hortbetreuung aufrechterhalten. Mutmaßlich nicht zuletzt deswegen, weil die Hortplätze nicht reichen, um den Bedarf abzudecken. Weitere 31 Prozent der Eltern können ab 13 Uhr selbst betreuen.

Aus Sicht der Verwaltung sollte jetzt die Einrichtung einer Offenen Ganztagsschule in N.B. zu August 2018 das Ziel sein. „Damit werden wir allen gerecht“, betont Voltmer. Wer sein Kind um 13 Uhr abholen wolle, könne das tun. Wer eine längere Betreuung möchte, könne diese anwählen. Für die Randzeiten bis 17 Uhr stünden weiterhin Hortplätze zur Verfügung. Ein Runder Tisch mit Eltern, Schulleitung, Lehrern, Politikern und Verwaltung wird am Dienstag über das Ergebnis diskutieren. Danach soll die Grundschule beginnen, ein pädagogisches Konzept zu erarbeiten. Nach der Sommerpause könnte die Politik den Beschluss fassen, um bis zum 1. Dezember den Antrag auf eine OGS zu stellen. 

„Die Grundschule in N.B. ist die einzige, wo wir das ohne Anbau realisieren können“, erklärt Voltmer, warum nur die Eltern dort befragt worden waren. „Es soll aber ein flächendeckendes Konzept für alle Schulen geben“, verspricht Bürgermeister Arpad Bogya. „Das ist erst der Anfang.“

Von Carina Bahl

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