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Christa Reschke geht in politischen Ruhestand

Isernhagen Christa Reschke geht in politischen Ruhestand

15 Jahre im Ortsrat, zehn Jahre davon als Ortsbürgermeisterin der Hohenhorster Bauerschaft: Christa Reschke geht jetzt in den politischen Ruhestand – naja fast: „Mitfiebern werde ich natürlich weiter“, sagt sie.

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Ohne das Ortsbürgermeister-Amt in Isernhagen H.B. wird Christa Reschke auch wieder mehr Zeit für ihren Garten haben.

Quelle: Carina Bahl

Isernhagen H.B.. Christa Reschke weiß es noch genau: Bei einem Fest vor 15 Jahren klopfte ihr Vorgänger Heinz-Helmut Rathmann ihr auf die Schulter und sagte: „Mach du das mal. Du passt zu uns!“ Und sie machte – absolvierte die ersten fünf Jahre im Ortsrat „meine Grundausbildung“, bevor sie 2006 als Ortsbürgermeisterin kandidierte. „Wenn man so etwas macht, dann muss man 100 Prozent geben“, ist sie überzeugt.

Dass sie das stets getan hat, wissen die Bürger nur zu gut. Geburtstags- und Jubiläumsbesuche? „Die habe ich gern selbst gemacht. Die Menschen in unserem Dorf sind etwas Besonderes“, schwärmt die 81-Jährige. Aber nicht nur die Menschen liegen ihr am Herzen, auch die Landschaft rund um H.B begeistert die gebürtige Hannoveranerin. „Wunderschön“, „traumhaft“, „wertvoll“ – wenn sie morgens aus ihrem Schlafzimmerfenster schaue, müsse sie stets dort verweilen. Ihr Resümee zur Hohenhorster Bauerschaft überrascht daher nicht: „Das hier ist mein Ort!“

Dabei hat „ihr“ Ort sich in den zehn Jahren stark verändert. Das Neubaugebiet Haselhöfer Vorfeld ist dazugekommen. „Und der Edeka im Zentrum hat eröffnet“, sagt Reschke stolz. Vor allem für die vielen Senioren im Ort, für die sie sich an vielen Fronten stark gemacht hat, sei das ein entscheidender Punkt. Dass H.B. ein neues Feuerwehrhaus bekommt, ist für sie ein weiterer Höhepunkt. Und was ist ihr noch nicht gelungen? „Die Busanbindung so zu verbessern, dass auch am Wochenende ein Bus mit guter Taktung fährt“, sagt Reschke – „das müssen jetzt meine Nachfolger richten,“, genauso wie den behindertengerechten Ausbau des Bahnhofs.

Ob DRK, Schützenverein, Awo oder Feuerwehr: Eigentlich gibt es keinen Verein in H,B., in dem Reschke sich nicht engagiert. „Das wird auch so bleiben“, verspricht die scheidende Ortsbürgermeisterin. Nur wolle sie mit 81 Jahren sie nicht mehr in die Glaskugel schauen: „Wer weiß, ob ich weitere fünf Jahre so fit bin“, sagt sie – die Entscheidung, nicht erneut für die CDU zu kandidieren, sei eine „rein vernünftige“ gewesen. Als Zuhörerin wird sie weiterhin bei manch einer Sitzung dabei sein.

Ihrem Nachfolger rät sie, Lust auf die Dorfgemeinschaft zu haben – „und weiterhin ein respektvolles Miteinander im Ortsrat und mit der Verwaltung zu pflegen“. So lasse sich das meiste erreichen. Als Ortsbürgermeister fange man auch die Sorgen und Nöte der Bürger auf. Das sei aber nicht nervig, versichert Reschke, sondern „ein Zeichen, dass die Leute einem vertrauen, dass man sich auch kümmert.“ Und eben das sei der Kern dieses Amtes. „Wer A sagt, muss auch B sagen“, sagt Reschke. Oder in ihrem persönlichen Fall: Wer H sagt, muss auch B sagen.

Von Carina Bahl

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