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Parteien-Gerangel gibt es in H.B. nicht

Isernhagen Parteien-Gerangel gibt es in H.B. nicht

Nach dem Rat, den Ortsräten in Alt- und Neuwarmbüchen, wo es stets ein Gerangel um Mehrheiten gab, erwies sich die erste Sitzung in Isernhagen H.B. als Paradebeispiel für Harmonie: Einstimmig wurde Simon Müller (CDU) zum neuen Ortsbürgermeister gewählt.

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Im neuen Ortsrat von H.B. sitzen Phillipp Schütz (CDU, von links), Ariane Vorhang (CDU),Ortsbürgermeister Simon Müller (CDU), sein Stellvertreter Claus Hogrefe (FDP), Harald Müller (SPD), Christoph Anger (SPD) und Heike Schünemann-Bagusch (Grüne).

Quelle: Carina Bahl

Isernhagen H.B.. Der 15 Jahre alten „mobilen Reisewahlurne“, wie Verwaltungsmitarbeiterin Claudia Halfen den liebevoll zugeklebten Pappkarton nannte, hätte es eigentlich gar nicht bedurft. Für die Nachfolge der langjährigen Ortsbürgermeisterin Christa Reschke gab es am Donnerstagabend nur einen einzigen Vorschlag: Simon Müller (CDU). So kann Phillipp Schütz’ (CDU) Antrag auf geheime Wahl nur als Versuch verstanden werden, es für die zig Bürger, die im TSV-Heim mit dabei waren, etwas spannender zu machen.

Geheim? Naja. Claus Hogrefe (FDP) hatte seinen Wahlzettel schon am Tisch ausgefüllt – Ariane Vorhang (CDU) bestellte einen Nachschlag, als ihr einfiel, dass sie ja nur ein Kreuzchen und keinen Namen auf dem Wahlzettel zu vermerken hatte. Generell war die Stimmung gelassen – und das einstimmige Wahlergebnis für Müller auch keine Überraschung. Auch Claus Hogrefe (FDP) kann einstimmig seine Amtszeit als stellvertretender Ortsbürgermeister verlängern – ohne geheime Wahl, nur per Fingerzeig und mit viel Applaus. 4131 Einwohner hat der neue Ortsrat in H.B. zu vertreten: Bei so viel Verantwortung bat nicht nur die Presse zum Gruppenfoto, sondern die „Fans“ an den Tischen gleich mit.

„Das läuft ja wie die Eisenbahn“, stellte Müller zufrieden fest, als nicht nur die Wahlen in Rekordzeit beendet wurden, sondern man auch so einhellig wie konstruktiv den nächsten Schritt im Bebauungsplan für das neue Feuerwehrhaus absegnete und die Verwaltung beauftragte, einen Standort für eine Sitzbank zwischen H.B. und Großburgwedel zu ermitteln. Für die neuen Ortsratsmitglieder steht jetzt die Einarbeitung im Vordergrund. 400 Euro für die Feuerwehr? Nein, an diesem Punkt war man sich einig, erst einmal einen Überblick über die Ortsratsmittel und ihre Verwendung zu bekommen. Schlechte Laune kam aber bei dieser Verzögerung nicht auf – ist Müller doch selbst Feuerwehrmann und konnte versichern: „Dadurch brennt bei uns nichts an.“

Die von Christoph Anger (SPD) vorgeschlagene Einwohnerfragestunde nach jedem Tagesordnungspunkt wird in H.B. ganz pragmatisch eh seit Jahren gelebt – und dass Müller mit seinem Wunsch nach einer „sachgerechten und nicht parteipolitischen Zusammenarbeit“ wohl Erfolg haben wird, daran ließ die erste Sitzung keinen Zweifel. Geht doch.

Von Carina Bahl

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