Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
Platz für 350 neue Einwohner

Isernhagen H.B. Platz für 350 neue Einwohner

Acht Jahre nach den ersten Überlegungen für ein neues Wohngebiet am Isernhagener Bahnhof kommt jetzt Schwung in die Planungen. Auf dem Gelände der ehemaligen Färberei Bode sollen rund 350 Menschen eine neue Heimat finden.

Voriger Artikel
FDP will den Elternwillen hören
Nächster Artikel
Nur zur Probe: Feuerwehr rettet zwei Ruderer

Die ehemaligen Färberei-Gebäude sollen abgerissen werden, stattdessen Wohnhäuser und ein Pflegeheim entstehen.

Quelle: Frank Walter

Isernhagen H.B.. "Eine gute Planung mit einer guten Mischung der Wohnformen“: Der Meinung von Sabine Müller (SPD) konnten sich auch die anderen Mitglieder des Ortsrats Isernhagen H.B. anschließen. Einzig Ilona Bremer (Grüne) enthielt sich bei der Abstimmung über den Vorentwurf des Bebauungsplans – sie befürchtet bei der Verwirklichung des geplanten Pflegeheims eine "Hängepartie“. Angeblich stehen aber zwei potenzielle Betreiber parat.

25 Reihen-, 13 Einfamilien- und zwei dreigeschossige Mehrfamilienhäuser, dazu das Pflegeheim mit 90 Zimmern, 16 altengerechte Wohnungen und ein Wohnhaus für Beschäftigte – unterm Strich dürfte der Ortsteil um rund 350 Einwohner wachsen. Denkbar sei ein Baubeginn in etwa zwei Jahren, so Michael Joos, seit 1. Juli neuer Leiter der Planungsabteilung im Rathaus. Vorhabenträger ist allerdings nicht die Gemeinde Isernhagen, sondern die Dibag Industriebau AG aus München.

Von 1960 bis 1982 belegte die Färberei Bode das rund 2,6 Hektar große Areal an der Bahnhofstraße. Die Idee eines Gewerbeparks als Nachnutzung ließ sich wegen der nahen Wohnbebauung nicht verwirklichen, lediglich Kleinbetriebe nutzen seitdem die ehemaligen Färberei-Gebäude. Weil seit 1975 kaum noch in die Bausubstanz investiert wurde, spricht die Gemeindeverwaltung mittlerweile von einem "städtebaulichen Missstand“, den es zu beseitigen gelte.

Beseitigt werden müssen zunächst aber die im Boden gefundenen Altlasten, die laut Verwaltung außer auf die Färberei auch noch auf eine Tankstelle zurückzuführen sind. Ein 100-seitiges Gutachten listet unter anderem Ölrückstände auf. Problematisch ist auch die Lärmbelastung von der nahen Bahnlinie. Im April hatte das Eisenbahnbundesamt der Errichtung einer drei Meter hohen Schallschutzwand auf der Böschung entlang der Gleise zugestimmt. Das allein reicht jedoch nicht aus, weshalb im Norden und Westen des Geländes Aufenthaltsräume in Richtung Bahnlinie keine Fenster bekommen können.

Auch die schiere Zahl der erwarteten neuen Nachbarn könnte nach Meinung des Ortsrats zum Problem werden. Die Verwaltung soll deshalb prüfen, ob die Einmündung Bahnhofstraße/Burgwedeler Straße für den zusätzlichen Autoverkehr ausreichend ist, ob es genug Kita-Plätze im Ortsteil gibt und ob sich die Busverbindungen in H.B. verbessern lassen. Auch die Frage, ob man dem Investor für einen Teil der Wohnungen günstigere Mietpreise vorschreiben kann, soll das Rathaus klären.

Von Frank Walter

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6sm6e19282awue1xchg
Wo ist der Hydrant? App weist den Weg

Fotostrecke Isernhagen: Wo ist der Hydrant? App weist den Weg