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Pianistin verletzt sich beim Konzert

Isernhagen F.B. Pianistin verletzt sich beim Konzert

Die in der Ukraine geborene 26-Jährige Kateryna Levchenko hat ein Konzert mit dem Titel „Romantische Abenteuer“ gegeben. Dabei verletzte sie sich an der Hand, sodass der Auftritt abgebrochen werden musste. Das Publikum tröstete die Künstlerin mit einem lauten Applaus.

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Kateryna Levchenko spielt sich für die Eröffnung die Konzertreihe „Weltklassik am Klavier" warm.

Quelle: Jürgen Zimmer

Isernhagen. Von Jürgen Zimmer

Isernhagen F.B. Die Konzertreihe „Weltklassik am Klavier“ hat in diesem Jahr in mehrfacher Hinsicht mit einigen Besonderheiten begonnen. Aber der Reihe nach: Zum ersten Mal dabei war am Sonntagnachmittag im Isernhagenhof Kateryna Levchenko. Die in der Ukraine geborene 26-Jährige hatte ihr Konzert „Romantische Abenteuer“ überschrieben. Und sie machte es sich nicht leicht, diese mit Frédéric Chopin und Franz Liszt zu bestehen, indem sie Schlüsselwerke der beiden gegenüberstellte - der extrovertierte Liszt gegen den introvertierten Chopin. Schon dessen erstes Stück, der „Grande valse brillante“ stellt höchste Anforderungen an jeden Pianisten. Das hohe Tempo erfordert eine ausgereifte Technik. Nicht umsonst ist es eines seiner beliebtesten Werke.

War der Walser der erste, den Chopin geschrieben hat, wurden die folgenden Impromptu 1 bis 4 erst posthum veröffentlicht. Auch hier bewies die junge Frau meisterhaft ihr großes Können. Das bedeutendste Klavierwerk Chopins, die Polonaise As-Dur, auch „Die Heroische“ genannt, bildete den Abschluss vor der Pause.

Und dabei passierte es: Die Kuppe des Zeigefingers der rechten Hand platzte auf. Das Blut auf der Tastatur wurde in der Pause entfernt, aber Levchenko konnte den zweiten Teil nicht mehr durchspielen. Liszts geniale Klavierexzesse in den „Ungarischen Rhapsodien“ waren zu viel für den lädierten Finger. Das Publikum hatte großes Verständnis und spendete, quasi als zusätzliches Trostpflaster, extrastarken Applaus. Der tat der jungen Frau sichtbar gut, konnten die Besucher doch nicht ahnen, welchen Schock sie in der ersten Konzerthälfte professionell überspielt hatte. In der Nacht zuvor war die Pianistin in Hannover bei einem Überfall von drei Männern so stark verletzt worden, dass sie im Henrietten-Stift medizinisch behandelt werden musste.

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