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Die Ostergeschichte mit Playmobil erzählt

Isernhagen Die Ostergeschichte mit Playmobil erzählt

Warum feiern wir eigentlich Ostern? Diese Frage wird an diesem Wochenende wohl oft gestellt. Die wohl familienfreundlichste Antwort findet sich in Altwarmbüchen an der Königsberger Straße: Gemeindereferent Michael Thon hat in der neuen Heilig-Kreuz-Kirche auf acht Metern Tischlänge die Ostergeschichte mit Playmobil nachgebaut.

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Fünf Wochen hat Michael Thon jede freie Minute genutzt, um die Ostergeschichte mit Playmobil nachzubauen. Das Ergebnis zeigt der Gemeindereferent auf acht Metern Tischlänge in der katholischen Heilig-Kreuz-Kirche in Altwarmbüchen.

Quelle: Carina Bahl

Altwarmbüchen. Nein, die Jesus-Figur gibt es nicht im Repertoire des Spielzeugherstellers aus Mittelfranken – abgesehen vom Jesus-Kind als Teil der Playmobil-Krippe. Die Jünger auch nicht. Pilatus schon gar nicht. „Das sind alles Unikate“, berichtet Michael Thon, während er stolz entlang seines Großprojektes blickt. Fünf Wochen lang hat er jede freie Minute genutzt, Nachtschichten geschoben und sein Haus in ein Spielzeugland verwandelt, um die Ostergeschichte zu kreieren. „Nur die Römer, die gab es von Playmobil“, gesteht der 45-Jährige lachend.

Insgesamt finden sich jetzt mehr als 400 Figuren und 34 Gebäude in der Heilig-Kreuz-Kirche. Die Jesus-Figur ist aus einem ­Caesar entstanden – Bart, Krone und Dornenkranz hat Thon selbst gebastelt. „Ich habe alle Figuren und die Gebäude auseinandergebaut, teils lackiert und neu zusammengesetzt.“ Der finale Aufbau der Szenen hat zehn Stunden gedauert – eine Bulli- und eine Autoladung hat er dafür aus Bothfeld nach Altwarmbüchen geschafft.

Mit der absoluten Liebe zum Detail hat Thon Jerusalem zum Leben erweckt: Vom feierlichen Einzug Jesu auf Palmblättern bis zur Kreuzigung und Auferstehung ist alles authentisch nachempfunden. „Ich wollte, dass es vernünftig und nicht kitschig wirkt“, betont der Familienvater, der schon als Kind für Playmobil schwärmte. Vom Feuerwehrhaus- und Schloss- bis hin zum Safari-Set haben es Teile in die Ostergeschichte geschafft. „Aber ich wollte auch das Leben darstellen“, sagt Thon. Und so gibt es auch einen Marktplatz, eine Arena und viele Alltagsszenen zu sehen.

Aber warum hat er das bloß getan? „Die Idee hatte ich schon lange, aber ich hatte Sorge, nicht genügend Material zu haben“, erklärt Thon. Kaum zu glauben angesichts der Flut an Kleinteilen. Mit der Vorbereitung auf die Familiengottesdienste sei sein „erstes Diorama“ konkret geworden. „Playmobil ist ein Medium“, betont der Gemeindereferent – „eine tolle Art, die Kernbotschaft unseres Glaubens zu transportieren.“

Familien könnten Stunden vor den Tischen verbringen – so viel gibt es zu sehen. Jeder Blick enthüllt neue Details und Szenen, die per Infoblatt erläutert werden. Rätselfragen machen den Besuch perfekt: Welche Figur gehört nicht nach Jerusalem? Wie viele Figuren gibt es zu sehen? Und wo befindet sich der von Thon umgestaltete Playmobil-Martin-Luther? Bereits am Dienstag wird Thon sein Werk wieder abbauen, alle Einzelteile auseinandernehmen und sorgfältig in Kisten in seinen „Playmobil-Keller“ räumen. „Wenn ich das nicht tue, kann ich ja nichts Neues bauen“, erklärt Thon, warum ihm das nicht schwer fallen werde. Die nächsten Projekte hat vor Augen: „Man könnte den Auszug aus Ägypten oder die Tempelreinigung nachstellen.“ Eine Playmobil-Bibel sei langfristig wohl sein größtes Ziel.

Wer die Playmobil-Ostergeschiche in Heilig-Kreuz-Kirche an der Königsberger Straße in Altwarmbüchen sehen möchte, hat dazu am Sonnabend von 15 bis 17 Uhr die Gelegenheit, sowie vor und nach den Gottesdiensten am Ostersonntag und am Ostermontag jeweils um 9 Uhr.

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Von Carina Bahl

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