Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / -3 ° wolkig

Navigation:
Deutlich weniger Schwerverletzte bei Unfällen

Burgwedel/Isernhagen Deutlich weniger Schwerverletzte bei Unfällen

Das Polizeikommissariat Großburgwedel hat am Mittwoch die Unfallstatistik für 2015 vorgestellt. Mit 1087 registrierten Verkehrsunfällen in Burgwedel und Isernhagen liegt die Zahl so hoch wie im Vorjahr. Allerdings: Der Anteil der schwerverletzten Personen hat sich dabei um gut ein Drittel reduziert.

Voriger Artikel
100 Strohballen brennen in der Feldmark
Nächster Artikel
Abgeordneter: Kämpft für den Erhalt Europas

Das Polizeikommissariat Großburgwedel zeigt sich zufrieden mit der Verkehrsunfallstatistik 2015.

Quelle: Symbolbild

Burgwedel/Isernhagen. Zwei Verkehrstote finden sich in der gestern vorgestellten Unfallstatistik des Polizeikommissariats Großburgwedel: In Wettmar war im Juli ein 82-jähriger Radfahrer aus Unachtsamkeit vor ein Auto gefahren und Tage später im Krankenhaus gestorben. Im Dezember prallte ein 39-Jähriger in Kleinburgwedel aus unbekannter Ursache mit seinem Kleinlastwagen frontal gegen einen Baum – jede Hilfe kam zu spät.

„Dennoch sind wir zufrieden mit der Jahresbilanz“, betont Frank Bührmann, Leiter des Einsatz- und Streifendienstes für Burgwedel und Isernhagen. Die Zahl der Schwerverletzten bei Unfällen sei um gut ein Drittel auf 15 Personen zurückgegangen – auch die Beteiligung von Radfahrern habe sich bei nur noch 41 Unfällen fast halbiert. „Wir haben im vergangenen Jahr einen Schwerpunkt auf die Präventionsarbeit gelegt, wenn es um das Fehlverhalten von und gegenüber Fahrradfahrern geht“, erklärt Bührmann. Nicht nur in Verbindung mit Unfällen wurden insgesamt 400 Verstöße geahndet.

Mit Blick auf die beiden Kommunen stellen sich vor allem Großburgwedel und Altwarmbüchen als die Bereiche dar, in denen es am häufigsten kracht. „Die klassischen Vorfahrtsfehler passieren eben dort, wo es das meiste Verkehrsaufkommen gibt“, sagt Bührmann dazu. Vor allem im Gewerbegebiet an der Opelstraße seien Unfälle vorhersehbar: „Die Parkplatzregelung am A2-Center und bei Höffner ist nicht zufriedenstellend.“ Viele Autofahrer von auswärts, die unter Zeitdruck verärgert einen Platz suchen – „da verliert man schnell den Blick für den Verkehr um einen herum.“

Beständig hält sich auf den Großparkplätzen auch die Zahl von Unfallfluchten. 288 Verursacher sind 2015 geflüchtet – sechs mehr als noch im Vorjahr. Fast jede zweiter Unfall konnte jedoch aufgeklärt werden. „Zeugen, die schnell die Polizei rufen, sind unverzichtbar“, betont Bührmann. Immer häufiger würden Zeugen mit dem Handy ein Beweisfoto vom Kennzeichen machen. „Das ist dann bravourös gelöst.“

Am Steuer hingegen wird das Handy zum Risiko. „Wir können nicht sagen, wie oft das Handy zu Unfällen geführt hat. Das gibt ja keiner zu“, sagt Bührmann. Bei Kontrollen wurden allerdings 234 Autofahrer mit Handy erwischt – was mit 60 Euro und einem Punkt geahndet wird. Das Thema „Ablenkung am Steuer“ soll 2016 daher in den Fokus rücken.

Von Carina Bahl

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6sm6e19282awue1xchg
Wo ist der Hydrant? App weist den Weg

Fotostrecke Isernhagen: Wo ist der Hydrant? App weist den Weg