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Rat diskutiert, wo gespart werden soll

Isernhagen Rat diskutiert, wo gespart werden soll

An welchen Stellen kann in künftigen Haushalten gespart werden, um ein Defizit zu vermeiden? Der Rat der Gemeinde hat sich dazu an diesem Wochenende hinter verschlossenen Türen getroffen. Das Ergebnis: Einfach wird das nicht.

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Wo kann in Isernhagen künftig gespart werden? Diese Frage haben die Gemeindepolitiker jetzt zwei Tage hinter verschlossenen Türen diskutiert.

Quelle: Symbolbild

Isernhagen. „Es war eine angenehme, konstruktive Atmosphäre“, so beschreibt Bürgermeister Arpad Bogya die vielen Diskussionen, die der Rat am Freitag und Sonnabend in einem Soltauer Hotel zu Sparmaßnahmen in Isernhagen geführt hat. Während der Haushaltsberatungen im Herbst war der Wunsch aufgekommen, sich von der Verwaltung einmal aufzeigen zu lassen, an welchen Stellen das Defizit künftig reguliert werden könnte. „Wir haben der Politik viele Zahlen und Fakten geliefert“, erklärt Bogya. Als Ergebnis soll nun eine Art Leitlinie für den neuen Rat herauskommen, der noch vor dem nächsten Haushaltsbeschluss Ende des Jahres seine Arbeit aufnehmen wird.

An welchen Stellen die Gemeinde künftig sparen oder vielmehr die Spendierhosen ausziehen wird, das will Bogya noch nicht verraten: „Wir wollen jetzt mitten im Wahlkampf keine lodernden Fackeln mehr auswerfen.“ Zu einigen Themen, wie Grundstücksangelegenheiten und welche kommunalen Flächen noch verkauft werden könnten, forderte der Rat zudem tiefergehende Details an.

Weniger Sparmaßnahmen als vielmehr notwendige Investitionen sprach hingegen die Gemeindeverwaltung deutlich an: „Im Krippen-, Kita- und Schulbereich wird es extrem eng werden“, erklärt Bogya. Im Rahmen des IGS-Antrages hatte die Gemeinde eine Bevölkerungsprognose in Auftrag gegeben – mit dem Ergebnis: Wenn alle Neubaugebiete in Isernhagen einst gefüllt sind, dürfte die Gemeinde mit gut 230 Kindern pro Jahrgang rechnen. Nun ist der zweite Teil der Wietzeaue noch nicht einmal ansatzweise bebaut, und auch die Vermarktung für das Kircher Vorfeld II läuft noch nicht. „Dennoch haben wir diese Zahl schon längst erreicht“, sagt Bogya. Und darin seien die zehn bis elf Kinder pro Jahrgang, die durch die Flüchtlinge noch stets obendrauf kämen, noch gar nicht eingerechnet. „Wir werden schauen müssen, wie wir alle unterbekommen.“

Der Krippenanbau bei der AWO-Kita am Helleweg in Altwarmbüchen reiche bei weitem nicht aus – auch andere Kitas seien für Anbauten längst in Augenschein genommen. „Aber das wird nicht reichen.“ Wie es dann im Grundschulalter weitergehen werde, wo schon jetzt die Hortplätze nicht einmal mehr für alle Erst- und Zweitklässler ausreichen, müsse die Politik jetzt diskutieren. „Die Verwaltung hat bei der Klausur aufgezeigt, was es bedeuten würde, die Hortplätze zu erweitern“, sagt Bogya dazu. Auch das Thema Ganztagsschulen sei weiterhin in der Diskussion.

Der Kitabereich sei derweil nur einer von vielen, in denen kräftig investiert werden müsse – ein Grund mehr, die Sparüberlegungen voranzutreiben.

Von Carina Bahl

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