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Porta hat sein Einrichtungshaus in Altwarmbüchen eröffnet

Möbelhaus Porta hat sein Einrichtungshaus in Altwarmbüchen eröffnet

In Altwarmbüchen wurde am Donnerstag das neue Einrichtungshaus von Porta eröffnet. Mit 36.000 Quadratmetern Verkaufsfläche gehört Porta nun zu den größten Möbelhäusern der Region. 20.000 Besucher schauten am ersten Tag vorbei.

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2008 hatte Porta sein Haus in Lahe geschlossen, man habe die Marktlage „überschätzt“, heißt es jetzt. Nun gibt es ein neues Porta-Haus.

Quelle: Michael Thomas

Altwarmbüchen. Als die Unternehmensleitung der Möbelhausgruppe Porta sich am Donnerstag gegen 8.45 Uhr mit einem großen goldenen Schlüssel hinter einem roten Band vor dem Eingang des neuen Hauses in Altwarmbüchen postierte, hatte sich schon eine lange Warteschlange gebildet. Der offizielle Akt dauerte dann auch nicht allzu lange, große Reden wurden nicht geschwungen. „Hallo Hannover, wir sind da, wir sind zurück“, rief Kurt Jox, Sprecher der Geschäftsführung. Kurze Zeit später wurden die Scheren gezückt, das Band zerschnitten – und es geriet Bewegung in die Schlange. Nach drei Jahren Pause ist Porta wieder da.

21 Millionen Euro hat Porta in sein Flaggschiff im Gewerbegebiet Lahe/Altwarmbüchen investiert und damit eine Entscheidung revidiert, die „auf etwas überschätzter Marktlage beruhte“, wie Jox eingestand. 2008 hatte das Unternehmen das alte Haus aufgegeben und gehofft, die Kunden würden nach Laatzen ausweichen, dem zweiten Standort in der Region. „Das ist so nicht eingetroffen. Deshalb haben wir Geld in die Hand genommen und ein Einrichtungshaus gebaut, das Maßstäbe setzt“, erklärte er.

In der Tat ist das neue Porta-Haus mit seinen mehr als 173 Mitarbeitern gegenüber früheren Zeiten nicht wieder zu erkennen. Wo die Kunden einst hinter dem Eingang einen beengten, eingeschossigen und mit Ware vollgestopften Laden betraten, stehen sie nun in einem voluminösen, über drei Etagen reichenden Lichthof. Die Front besteht aus einer 860 Quadratmeter großen Glasfassade, die düsteren Tage bei Porta sind daher vorbei. Moderne Beleuchtungstechnik tut ein übriges. „Wir haben keine glänzenden Bodenbeläge verlegt. Man weiß, dass das Menschen mit Sehschwäche irritiert“, sagt Porta-Mitinhaberin Birgit Gärtner. Auf solche Dinge legt sie Wert. Weil das gesamte Haus familienfreundlich und barrierefrei gestaltet wurde, zeichnete der Handelsverband Niedersachsen-Bremen in Gestalt seines Geschäftsführers Hans-Joachim Rambow es am Donnerstag mit dem anerkannten und vom Sozialministerium unterstützten „Qualitätssiegel „Generationenfreundliches Einkaufen“ aus.

Mit 36.000 Quadratmetern Verkaufsfläche gehört Porta nun zu den größten Möbelhäusern der Region. Während im Erdgeschoss vor allem Accessoires zu finden sind, gelangt man über eine Spindel in die oberen drei Geschosse mit den Ausstellungen – wobei Gärtner ein anderes Wort wählt. „Wir stellen Möbel nicht aus, wir inszenieren sie“, sagt sie. Exklusiv bei Porta findet man unter anderem das „House of Hülsta“ des gleichnamigen Herstellers. Eine große Fläche belegt die neue Rolf-Benz-Marke „freistil“. Für die kleine Pause zwischendurch gibt es eine Espresso-Bar, für die größere das Restaurant Toscana mit 400 Sitzplätzen. Auch an einen rund 550 Quadratmeter großen Kinderhort haben die Planer gedacht, in dem die Kleinsten von Fachkräften betreut werden.

„Hannover ist Porta-Stadt“, findet Jox. Immerhin wurde das alte Haus 1976 als erste Filiale nach dem Stammhaus eröffnet. Kurt Rohmann aus Peine, der am Donnerstag mit seiner Frau zur Eröffnung kam, kennt das alte Haus noch – er war dort Stammkunde. „Wir brauchen eigentlich nichts, aber die Neugier hat uns hergetrieben. Das ist nicht das Porta, das wir kannten“, sagte er. Es war als Anerkennung gemeint.

20.000 Kunden kommen zur Eröffnung

Den Tag der Premiere hatte Porta mit Bedacht gewählt. In Nordrhein-Westfalen war Feiertag und damit Zeit für eine Reise die Autobahn hinunter. Viele Fahrzeuge mit entsprechenden Kennzeichen rollten auf den Porta-Parkplatz. Am Ende waren es fast 20.000 Besucher, die am ersten Tag vorbeischauten. „Im normalen Betrieb rechnen wir mit 6000 bis 7000 Kunden pro Tag“, sagt Stefan Nehrmann, Geschäftsleiter am Standort. Als Einzugsgebiet nennt er den Raum zwischen den Städten Braunschweig, Hamburg, Dortmund und Kassel.

Bis einschließlich Sonntag, an dem das Haus ab 13 Uhr geöffnet sein wird, bietet Porta in Altwarmbüchen noch ein spezielles Eröffnungsprogramm. Der Show-Truck von Hitradio Antenne steht da, es gibt ein Kinderprogramm, ein Glücksrad und Showkochen. Bei einem Gewinnspiel ist der Hauptpreis ein VW Tiguan.

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