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Radtouristen sollen die Gemeinde entdecken

Isernhagen Radtouristen sollen die Gemeinde entdecken

Isernhagen als Tourismusregion? Was auf den ersten Blick skurril klingt, sehen Bündnis 90/Die Grünen im Rat der Gemeinde Isernhagen als durchaus realistisches Ziel. Sie haben dabei speziell Fahrradtouristen vor Augen.

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Der Wöhler-Dusche-Hof könnte Radtouristen locken, sind die Grünen überzeugt.

Quelle: Jarolim-Vormeier

Isernhagen. Ein Touristenmagnet ist die Gemeinde wahrlich nicht. Andenken sucht man im Rathaus vergeblich, und auch der Schreibwarenhändler nebenan verkauft seine Isernhagen-Tassen, -Schlüsselanhänger und -Postkarten eher an heimatverliebte Leute aus der Nachbarschaft als an Erholungssuchende aus dem In- und Ausland. Doch das muss nicht so bleiben, sind die Grünen im Gemeinderat überzeugt. „Isernhagen ist schön“, das werde bislang allerdings viel zu wenig genutzt. Nachdem die Grünen gemeinsam mit dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) vor einem Jahr Gefahrenstellen für Radfahrer mit einem grün lackierten Fahrrad angeprangert hatten, holen sie jetzt deutlich weiter aus.

In einem Antrag für die Ratssitzung am Donnerstag, 14. September, fordern sie die Gemeindeverwaltung auf, bis Ende 2018 ein radtouristisches Konzept zu erstellen und danach regelmäßig über den Stand der Umsetzung zu berichten. Die Gemeinde verfüge aufgrund ihrer Lage am Rande der Landeshauptstadt und in erreichbarer Nähe zu den touristischen Regionen Südheide, Allertal und Celler Land über ein bislang nicht ausgeschöpftes Potenzial im Bereich des Radtourismus, sind die Grünen überzeugt. Das Gemeindegebiet biete sich insbesondere als Start- oder Zielpunkt für überregionale Touren an. „Von einem entsprechenden Angebot profitiert auch die Wirtschaft“, sagt Ratsfrau Sigrun Bilges. Sie ist sich sicher: Sobald die Rahmenbedingungen für den Radverkehr attraktiv gestaltet seien, steige auch die Zahl der Radfahrer, „und damit die Nachfrage in der Gastronomie und den Hotelbetrieben, in Radwerkstätten und im Einzelhandel“.

Was für dieses Ziel nötig ist, darüber wollen die Grünen zwar in Ruhe mit allen Beteiligten sprechen. Vorschläge haben sie aber schon parat. So soll ein Radverkehrsbeauftragter im Rathaus die Planung und Koordination übernehmen. Bestehende Radwege müssten saniert, durchgängig beschildert und mit Infotafeln sowie Bänken ergänzt werden. Beim Ausbau des Radwegenetzes soll Isernhagen an das bestehende Fernradwegnetz angebunden werden – auch, indem man land- und forstwirtschaftliche Wege für den Radverkehr einbezieht. Touristischen Zielen wie St. Marien und St. Nikolai, den Hufeisensee und dem Bauernhausmuseum sollen Themenrouten gewidmet werden. Zudem brauche es Fahrradboxen und die Zertifizierung von Unterkünften als radfreundliche Bett-&-Bike-Betriebe.

Grünen-Parteichef und Landtagskandidat Felix Schünemann hofft aber auch auf positive Effekte für den Alltagsradverkehr: „Ob Freizeitradler oder Berufspendler – auf besseren Radwegen fährt es sich einfach schöner.“

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