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In acht Schritten zum neuen Zentrum

Isernhagen In acht Schritten zum neuen Zentrum

Bis 2026 soll die Sanierung des Zentrums Isernhagen abgeschlossen sein. Welche Maßnahmen sich hinter dem Konzept verbergen, können Bürger jetzt online einsehen. Auf gut 100 Seiten hat ein Planungsbüro die Marschroute vorgegeben, über die die Politiker nun beraten und abstimmen sollen.

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Bis 2026 soll die Sanierung im Zentrum Isernhagen fertiggestellt sein.

Quelle: Archiv

Altwarmbüchen. Welcher Pflasterstein? Welche Straßenlampe? Welche Bäume fürs Zentrum? Wann passiert was? Nein, Antworten auf diese Fragen beinhaltet auch der „Städtebauliche Rahmenplan Zentrum Isernhagen“, der ab sofort im Bürgerinformationsportal auf isernhagen.de einsehbar ist, noch nicht. Detailfragen sind in gesonderten Planungen in den nächsten Jahren von den Politikern zu beantworten. Der Rahmenplan stellt sich vielmehr als Grundlage all dieser Entscheidungen dar, bietet das Grundkonzept und eine Auflistung der Maßnahmen, die geplant sind. Der Rahmenplan ist hier einzusehen.

Zwei wichtige Dinge beinhaltet die aktuelle Vorlage aber bereits: Den Bau zwischen Stettiner und Hannoverscher Straße, den die Gemeinde als Platz für ihre Verwaltung, für Gewerbe und vielleicht auch Wohnungen realisieren möchte. Andererseits sollen die Politiker den Beschluss aus 2014 revidieren, der eine Sperrung der Bothfelder Straße wie an Markttagen vorgesehen hatte. Der Protest der Gewerbetreibenden, die um ihren Umsatz bangen, sollte die Straße gesperrt werden, hat Eindruck hinterlassen.

Acht Abschnitte umfasst das nun öffentliche Konzept für die nächsten zehn Jahre. Den Auftakt bildet die Umgestaltung des südlichen Marktplatzes vor dem Rathaus – mit einem Baubeginn ist 2017 zu rechnen. Den zweiten Abschnitt bildet der nördliche Marktplatz, der den gleichen Bodenbelag erhalten soll und durch Sitzmöbel sowie Bäume und ein Wasserspiel aufgewertet wird. Das „Blaue Band“ wird ebenso abgerissen wie der alte Brunnen vor dem Rathaus. Die Verbindung der Alt- und Neudörfer durch die Wietze, die sich hinter der Idee des „Blauen Bandes“ verbirgt, soll aber auch im „neuen“ Zentrum gestalterisch aufgegriffen werden. Wie – das bleibt noch zu klären.

Der Bereich rund um die neue Heilig-Kreuz-Kirche und den Rewe-Markt soll optisch in Verbindung zum Zentrum gebracht werden (Maßnahme 3), der Bau hinter dem Rathaus realisiert und eine neue Anbindung für Fußgänger und Radfahrer zur Hannoverschen Straße geschaffen werden (Maßnahme 4). Maßnahme 5 und 6 sehen die Umgestaltungen der Stettiner Straße und eine leichte Verlegung des Parkplatzes vor der Einkaufpassage vor. Maßnahme 7 bindet den Vorplatz des Restaurant Tandur optisch an den Marktplatz. Als letzter Schritt soll dann die komplette Bothfelder Straße mit einheitlichem Pflaster, Leuchten und Verkehrsberuhigungen ausgestattet werden, um die „Ankunft im Zentrum“ zu signalisieren.

Die aktuelle Kostenschätzung beläuft sich im Rahmenplan auf mehr als 13,5 Millionen Euro – wobei mit mehr als 10  Millionen Euro der Neubau hinter dem Rathaus allerdings den größten Teil ausmacht.

Parteien kritisieren mangelnde Bürgerinformation

Der Ortsrat Altwarmbüchen soll als erstes politische Gremium am nächsten Donnerstag, 18. August, ab 18.30 Uhr im Familienzentrum in der Wietzeaue über den Rahmenplan abstimmen. Die Sitzung ist öffentlich, Bürger dürfen zu Beginn Fragen stellen. Ob die Politiker sich aber tatsächlich zu einer Entscheidung noch vor der Kommunalwahl durchringen, ist fraglich. Die Grünen beantragen, den Punkt von der Tagesordnung zu nehmen und vor einer Entscheidung die Zentrum-Arbeitsgemeinschaft ihre Meinung dazu abgeben zu lassen – in dieser sind auch Bürger und Gewerbetreibende vertreten. Auch die SPD sieht die Öffentlichkeit nicht genügend eingebunden in die Fragen zur Gestaltung und zur Sperrung der Bothfelder Straße. Ihr Antrag sieht eine Einwohnerversammlung zum Rahmenplan vor, um Fragen erörtern zu können. Eine einfache Ortsratssitzung würde dem nicht gerecht werden.

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Bis 2026 soll die Sanierung im Zentrum Isernhagen fertiggestellt sein.

Quelle: Archiv

Von Carina Bahl

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