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Raible macht Marketing für Star Trek

Isernhagen Raible macht Marketing für Star Trek

Über welche Themen spricht man eigentlich mit jemanden, der von sich selbst behauptet: „Star Trek macht 50 Prozent von mir aus“? Genau das tut der Kirchhorster Gerhard Raible - und hat neben Musik, Kommunalpolitik und Familie seine Berufung in einer Marketing-Agentur gefunden.

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Gerhard Raible lebt für Star Trek: In seiner Firma in Altwarmbüchen dominieren daher diverse Andenken und Fanartikel die Einrichtung.

Quelle: Kerstin Hamann

Isernhagen. Er tritt als Interpret von Elvis und Frank Sinatra auf, sitzt für die Christdemokraten im Kirchhorster Ortsrat und war Hubschrauberpilot für die Bundeswehr. Der Blick auf seine Familie bringt ihn zu der Einschätzung, dass sein zehnjähriger Sohn momentan „der derzeit der einzig Normale darin ist“. Das sagt Gerhard Raible natürlich mit einem Augenzwinkern.

Aber zurück zu Ausgangsfrage und deren Antwort: Man spricht mit Raible natürlich über Captain Piccard. Über Hollywood. Marketing. Die Zukunft der Film- und Fernsehbranche. Und über Star Wars, den Kontrahenten von Star Trek. Erzählen und unterhalten, das kann er gut. Wahrscheinlich konnte er es schon als kleiner Junge, als er im beschaulichen Ellwangen in Baden-Württemberg aufwuchs. In einer Zeit, als die Serie Star Trek mit Captain Kirk, Spock und Uhura im Fernsehen lief. Da der eigene Vater mit der zeitgleich laufenden Sportschau den einzigen Fernseher im Raibleschen Haushalt blockierte, ging der kleine Gerhard mit seinen Freunden immer zu seiner Oma fernsehen. Auf dem schwäbischen Bolzplatz standen sich zu jener Zeit Jungs gegenüber, die entweder für die Vulkanier oder aber die Deutsche Nationalmannschaft spielten. Klar, dass die Vulkanier, das hochentwickelte Volk von Star-Trek-Held Spock, die Nationalmannschaft mit mindestens 170 Toren stets vom Platz fegte.

Ein Hauch von Hollywood in Altwarmbüchen

Doch blieb Star Trek zunächst eine Freizeitleidenschaft. Raible ging zur Bundeswehr. Berufssoldat zu werden war nicht sein Plan. Er rutschte, so erzählt er, vom Grundwehrdienst über ein paar Verlängerungen dann in die Ausbildung zum Hubschrauberpiloten und blieb zwölf Jahre dabei. Anfang der Neunzigerjahre erweiterten Kriegseinsätze im Ausland das Aufgabenspektrum der Soldaten. „Da merkte ich: Das will ich nicht mehr. Zeit für mich zu gehen,“ so Raible. Er hatte beim Bund gelernt zu organisieren, zu kommunizieren und Verantwortung zu übernehmen. Nach einem Intermezzo als freier Finanzberater holte ihn seine Leidenschaft für Star Trek beruflich ein: Mitte der Neunzigerjahre gründete er die Firma Trekworld Marketing. Und sorgt seitdem dafür, dass die Star-Trek-Serien überall in Kinos, Geschäften und Wohnungen präsent sind.

Ein Hauch von Hollywood wehte seither durch die beschaulichen Straßen Isernhagens, allerdings von den meisten kaum wahrgenommen. Mit der Firma ist er gerade umgezogen - an die Ernst-Grote-Straße in Altwarmbüchen. In den neu bezogenen Büroräumen dominieren jede Menge Devotionalien aus dem Raumschiff Enterprise Universum: signierte Fotos, mannshohe Figuren, tatsächlich noch Videokassetten, DVDs, Poster, eine Klingonen-Waffe und weiteres. Für Trekkies - so nennen sich die Fans der Serie - ein echtes Paradies.

Und darf ein Trekki sich den neuen Star Wars-Kinofilm anschauen? „Klar, mit der ganzen Familie“, sagt Raible. Zumal 2016 ein großes Star Trek Jahr wird: Im Juli leitet der neue Kinofilm den 50. Geburtstag des Franchise ein.

Von Kerstin Hamann

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