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Nicht mehr Verkehr als 2007

Isernhagen K.B./N.B. Nicht mehr Verkehr als 2007

Eine Zählung auf der Kreisstraße 113 hat Überraschendes zutage gefördert: Der Verkehr auf der Ortsdurchfahrt in Isernhagen K.B. und N.B. hat in den vergangenen Jahren nicht zugenommen, die Zahlen stagnieren. Die Region will deshalb an ihren Plänen für einen Fahrradschutzstreifen festhalten.

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Die Region hat drei Tage lang den Verkehr auf der K113 gemessen.

Quelle: Carina Bahl

Isernhagen K.B./N.B.. Wenn die Verkehrszahlen mittlerweile deutlich höher lägen, beispielsweise bei 15.000 Fahrzeugen täglich, "dann müssten wir umdenken“, hatte Conrad Vinken im August im K.B.er Ortsrat angekündigt. Dort hatte der Regionsmitarbeiter die Sanierungspläne für die Kreisstraße 113 von der Heinrich-Könecke-Straße in K.B. bis zum Abzweig nach Isernhagen-Süd in N.B. vorgestellt. Nach der Sanierung will die Region auf der Nordseite der Fahrbahn einen Fahrradschutzstreifen markieren lassen – für viele Bürger eine Horrorvorstellung, da die K113 mittlerweile doch viel zu stark befahren sei.

Doch von der Vorstellung, dass gestiegene Verkehrszahlen den Schutzstreifen verhindern könnten, kann man sich getrost verabschieden – die Verkehrszählung mit Hilfe eines Seitenradars, die die Region vom 21. bis 23. September am Einkaufszentrum in N.B. und an der Kirche in K.B. hatte vornehmen lassen, lässt keinen anderen Schluss zu: Im Ergebnis wurden Durchschnittswerte pro Tag von 9878 Fahrzeuge für N.B. und 9220 für K.B. ermittelt – jeweils angegeben als "durchschnittliche tägliche Verkehrsstärke aller Werktage des Jahres unter Berücksichtigung bundeseinheitlicher Feiertage“. Die bislang letzte Zählung auf der K113 im Jahr 2007 hatte nach derselben Berechnung 9480 Fahrzeuge ergeben. Sogar rückläufig innerhalb der neun Jahre ist der Anteil der Lastwagen am Gesamtverkehrsaufkommen: Hatte dieser 2007 noch bei 4,1 Prozent gelegen, so lag er aktuell bei nur noch 2,9 Prozent.

"Das Bauchgefühl der Bürger täuscht, das Verkehrsaufkommen stagniert“, bewertete Regionssprecher Klaus Abelmann diese Zahlen. Einen Grund, vom angedachten Fahrradschutzstreifen abzuweichen, sieht die Region nicht: "Die Planung bleibt, wie sie ist.“ Gern stelle die Region das Ergebnis der Zählung der Politik in Isernhagen vor.

Genau angucken sollte sich der Ortsrat Isernhagen N.B. dann die bei der Zählung miterfassten Geschwindigkeiten. Während sich auf der kurvigen Dorfstraße vor der Kirche in K.B. beinahe jeder Autofahrer ans Tempolimit gehalten hat, war auf der Straße Am Ortfelde in N.B. fast jeder Dritte zu schnell unterwegs. Der "Spitzenreiter“ bei den Autos war ein Fahrer mit 98 Kilometer pro Stunde morgens um 7 Uhr. Mit Tempo 78 passierte eine Stunde später ein anderer Fahrer die Zählstelle – in seinem Lastzug.

Von Frank Walter

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