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Radfahrer sollen auf die Straße

Isernhagen Radfahrer sollen auf die Straße

Ein Fahrradschutzstreifen auf der Ortsdurchfahrt? Was für viele Bewohner der Kircher Bauerschaft eine Horrorvorstellung ist, bezeichnet die Region als alternativlos.

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Radfahrer auf dem in Fahrtrichtung linken Gehweg? Das soll es nach der Sanierung der Dorfstraße nicht mehr geben.

Quelle: Carina Bahl

Isernhagen K.B.. Baubeginn in der ersten Hälfte 2017, vier bis sechs Monate Bauzeit insgesamt, dabei zweimal eine Woche Vollsperrung für den Einbau der neuen Fahrbahndecke: So sieht der Zeitplan der Region für die K 113 von der Heinrich-Könecke-Straße in K.B. bis zum Abzweig nach Isernhagen-Süd in N.B. aus. Damit sei man mit dieser Sanierung „deutlich schneller“ als der Komplettausbau, der für den angrenzenden Abschnitt der K 113 in Richtung F.B. geplant ist, machte Regionsmitarbeiter Conrad Vinken in der Ortsratssitzung am Dienstagabend deutlich.

Die Einschränkungen während der Bauzeit waren es aber gar nicht, die Politiker und Zuhörer zu Kritik veranlassten. Ihnen ging es vor allem um den Fahrradschutzstreifen, den die Region auf dem neuen Fahrbahnbelag markieren lassen will. Wer als Radfahrer dann in Richtung N.B. unterwegs sein wird, soll sich auf dem 1,50 bis 1,75 Meter breiten Streifen bewegen müssen. Autofahrer dürfen die gestrichelte Trennlinie nur überfahren, um Grundstücke zu erreichen oder dem Gegenverkehr auszuweichen. Sonst ist der Schutzstreifen für sie tabu.

Radfahrer auf der Dorfstraße? Nach Meinung vieler K.B.er wäre das zu gefährlich, weil doch viele Autos trotz der kurvigen Streckenführung viel zu schnell unterwegs seien. Und in verkehrsreichen Zeiten drohe der Verkehr zum Erliegen zu kommen, so die Befürchtungen. „Wie soll das funktionieren?“, zweifelt nicht nur Ortsbürgermeister Hans-Heinrich Behr-
ens (CDU) an dem „sportlichen Vorhaben“. Dass die K 113 stark belastet ist, wissen auch die Planer der Region: „Gefühlt ist das in jedem Ort so – aber bei Ihnen stimmt es“, sagte Conrad Vinken, dem allerdings nur zehn Jahre alte Zahlen dazu vorlagen.

Ob sich Vinkens Schätzung von rund 9000 Fahrten pro durchschnittlichem Werktag bestätigt – die einen Fahrradschutzstreifen noch zulassen würden – wird sich nach den Herbstferien zeigen, wenn die Region Hannover einige Tage lang Anzahl und auch Geschwindigkeit der Fahrzeuge auf der Dorfstraße messen wird. Wenn die Zahlen mittlerweile deutlich höher lägen, „dann müssten wir umdenken“, so Vinken. Und dann will auch der Ortsrat wieder gehört werden. Momentan aber, und das machte der Verkehrsfachmann auch deutlich, sehe man keine Alternative zum Schutzstreifen. Durch Änderungen der Rechtslage dürfe man Radfahrer in Richtung N.B nicht mehr auf den nur südlich der Fahrbahn vorhandenen, zu schmalen Gehweg zwingen.

Schulbusse: Ortsrat will Zahlen sehen

Das Einstiegsverhalten der Kinder sei das Problem, von denen viele schlicht zu spät für die ersten beiden Busse an der Haltestelle in K.B. stünden. Insgesamt reiche der Platz in den drei morgendlichen Busse aus: Diese Einschätzung des Verkehrsunternehmens Regiobus ist im Ortsrat K.B. am Dienstagabend auf wenig Gegenliebe gestoßen. „Das kann ja wohl nicht wahr sein“, äußerte sich eine Mutter erzürnt, während Ortsbürgermeister Hans-Heinrich Behrens die Aussage als „wenig befriedigend“ bezeichnete. Regelmäßig seien morgens 20 bis 30 Schulkinder an der Heinrich-Könecke-Straße nicht mitgenommen worden, da könne man so ein „Ergebnis“ nicht gelten lassen – „und bald beginnt die dunkle Jahreszeit“, so Behrens. Der Ortsrat Isernhagen K.B. fordert deshalb jetzt klare Zahlen von der Regiobus, wie viele Schüler zu transportieren sind und wie groß die Kapazität der eingesetzten Busse ist.

Von Frank Walter

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