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K113: Verkehrszählung kommt

Isernhagen K113: Verkehrszählung kommt

Bauchgefühl contra Verkehrsstatistik: Die Frage nach einem Fahrradschutzstreifen für die Ortsdurchfahrt der Isernhagener Altdörfer hat am Dienstagabend den Bauausschuss umgetrieben. Grundlos, wie die Region betonte – das sei keine politische Entscheidung.

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Der geplante Fahrradschutzstreifen für die K113 in K.B. und N.B. sorgt weiter für Diskussionen.

Quelle: Carina Bahl

Isernhagen. Die Region plant, 2017 die K 113 vom Abzweig nach Altwarmbüchen bis zur Kreuzung nach Isernhagen-Süd zu sanieren. „Und das werden wir auch definitiv tun“, fand die zuständige Regionsmitarbeiterin, die die Pläne am Dienstagabend im Bauausschuss vorstellte, gleich klare Worte. Zur politischen Diskussion stehe vielmehr, ob gleichzeitig der nördliche Gehweg ausgebaut und teilweise erneuert werden solle – für diese Maßnahme müsste die Gemeinde zahlen. Auch der südliche Geh- und Radweg könnte von der Region saniert und im Anschluss in die Unterhaltung der Gemeinde übergeben werden.

Ein langwieriges Planfeststellungsverfahren will die Region vermeiden – dieses würde notwendig werden, wenn die Politik den Gehweg von teils nur 1,50 Meter Breite für zu schmal halte und daher lieber Grunderwerbe und eventuell Enteignungen bevorzuge. „Wenn Sie das wollen, würde die Region nächstes Jahr eben nur die Straße sanieren. Das liegt bei Ihnen.“ Der Bauausschuss stimmte daher einhellig für die Gesamtmaßnahme.

Einen Punkt, den die Politik für viel diskussionswürdiger hielt, ist der ebenfalls von der Region angedachte Fahrradschutzstreifen auf der Nordseite. „Mein Bauchgefühl sagt mir, dass so etwas nur zu gefährlichen Überholmanövern führt“, sagte Ulrich von Rautenkranz (FPD). „Das sehen wir doch in Kirchhorst.“ Eine Alternative wiederum sieht die Region nicht: „Die Straßenverkehrsordnung sieht das an dieser Stelle und bei dieser Verkehrsdichte vor.“ Zumal ein Radverkehr in beide Richtungen auf dem südlichen Geh- und Radweg nicht erlaubt sei und Statistiken belegten, dass der Schutzstreifen auch die sicherere Variante für die Fahrradfahrer sei.

Die Diskussion um einen Fahrradschutzstreifen hatten bereits im vergangenen Jahr die Ortsräte in F.B. und K.B. geführt – auch den östlichen Teil der K 113 bis zur Autobahnbrücke will die Region in den nächsten Jahren sanieren. „Da klang das immer so, als hätten wir die Wahl“, erinnerte sich K.B.s Ortsbürgermeister Hans-Heinrich Behrens. Zustimmen konnte ihm Lutz Fielbrand von der Gemeindeverwaltung da nicht: „Die obere Verkehrsbehörde möchte natürlich ein Gesamtkonzept für die ganze Ortsdurchfahrt haben.“

Die Hoffnung der Politiker basiert daher jetzt auf einer neuen Verkehrszählung: Da der Region keine aktuellen Zahlen für die K 113 vorliegen und die vorhandenen von „nur“ 9000 Autos an Spitzentagen ausgehen, soll es eine erneute Verkehrszählung auf der Ortsdurchfahrt geben. „Noch vor den Herbstferien“, versprach die Regionsmitarbeiterin. Sollte das Ergebnis exorbitant von den alten Zahlen abweichen – und davon geht die Isernhagener Politik aus – „müssten wir vielleicht noch einmal unsere komplette Planung überdenken“.

Von Carina Bahl

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