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Reichen die Busse für alle Schüler aus?

Isernhagen Reichen die Busse für alle Schüler aus?

Immer wieder kommt Kritik auf, dass die Busse in Isernhagen morgens nicht ausreichen, um alle Kinder aus den Altdörfern zum Schulzentrum nach Altwarmbüchen zu bringen. Jetzt wehrt sich Regiobus gegen diesen Vorwurf und spricht von „Fahrgastfehlverhalten“.

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Mit drei Bussen bringt Regiobus morgens die Kinder aus den Altdörfern zur Schule nach Altwarmbüchen.

Quelle: Symbolbild

Isernhagen. „Das kommt schon vor, dass der Bus morgens so voll ist, dass wir nicht mehr hineinpassen“, erzählt ein 14-Jähriger an der Haltestelle Heinrich-Könecke-Straße in K.B. „Dann muss ich meine Mutter anrufen, dass sie mich zur Schule fährt.“ Auch für den Ortsrat K.B. sind solche Schilderungen keine Neuigkeit. „Das geht gar nicht, dass in den Schulbus nicht alle hineinpassen“, betonte Ortsbürgermeister Hans-Heinrich Behrens in der vergangenen Sitzung und leitete das Problem an die Verwaltung weiter. Am Dienstag, 16. Februar, soll das Thema ab 18.30 Uhr erneut im Raum hinter der St.-Marien-Kirche besprochen werden.

Das Unternehmen Regiobus - zuständig für die Schülerbeförderung in Isernhagen - kennt die Problematik ebenfalls. „Wir bekommen immer mal wieder Hinweise, dass Kinder stehen geblieben sind“, räumt Regiobus-Sprecher Tolga Otkun ein. Allerdings: „Wir glauben, dass wir daran nichts ändern können.“

Denn: Regiobus setzt vor 8 Uhr bereits drei Busse direkt hintereinander ein, sodass alle Schüler pünktlich zur ersten Stunde das Schulzentrum erreichen. Mit nur wenigen Minuten Abstand fahren laut Otkun ein langer Gelenkbus, gefolgt von einem normalen Solobus und schließlich einem 15-Meter-Bus die Strecke durch die Altdörfer nach Altwarmbüchen ab. „Der Platz in den Bussen reicht allemal, um die Schüler mitzunehmen.“ Mehrmals seien Mitarbeiter von Regiobus schon morgens vor Ort gewesen, um zu schauen, wo das Problem liege. Otkun und sein Team kommen da zu einem klaren Ergebnis: „Fahrgastfehlverhalten“.

„Die Schüler müssen auch schon in den Bus einsteigen, wenn er kommt“, kritisiert Otkun das Verhalten der Jugendlichen. Viele würden bewusst den ersten und zweiten Bus vorbeifahren lassen, um bei Freunden im dritten mitzufahren. „Andere kommen so spät zur Haltestelle, dass sie nur noch den letzten Bus bekommen können. Diese paar Minuten länger schlafen müssen nicht sein.“

So sei von den Busfahrern berichtet worden, dass die ersten beiden Busse oft nur mäßig gefüllt seien und der dritte dann aus allen Nähten platze. „Dagegen können wir wenig tun“, betont Otkun. Mit vier Bussen würde sich dieses Problem wohl auch nicht beheben lassen. „Aber wir behalten das natürlich weiter im Blick.“

Von Carina Bahl

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