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Minister nimmt sich Zeit für die Basis

Kirchhorst Minister nimmt sich Zeit für die Basis

Er hörte zu und gab Tipps: Schleswig-Holsteins Umwelt- und Energieminister Robert Habeck hat am Montagnachmittag die wahlkämpfenden Grünen in Isernhagen besucht.

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Besuch im Kirchhorster Wintergarten: Minister Robert Habeck (rechts) hört zu und gibt Tipps.

Quelle: PATRICIA CHADDE

Kirchhorst. Was macht Schleswig-Holsteins stellvertretender Ministerpräsident Robert Habeck in einem Kirchhorster Wintergarten? Der Minister für Umwelt, Energie und Raumordnung mit grünem Parteibuch versteht sich prima "mit dem Stefan“, also Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel. Natürlich weiß Habeck von der Kommunalwahl – und möchte Parteifreund Felix Schünemann und dessen Isernhagener Mitstreiter gern beim Stimmenfang unterstützen.

"Weil der Felix mich so nett eingeladen hat“, ist Habeck da und rät: "Habt Würde vor der Kommunalwahl. Ihr trefft die Menschen hier jeden Tag beim Bäcker oder beim Rad fahren, es ist euer Lebensumfeld“, vermittelt er Bewusstseinsschärfe. Aktuell sind die Grünen mit sechs Sitzen im Rat vertreten, aber "unser gutes Abschneiden war auch eine Reaktion auf Fukushima“, vermutet der Ortsverbandsvorsitzende Felix Schünemann. Jetzt soll das Wahlergebnis wiederholt werden, ohne von einer Katastrophe zu profitieren. Denn gerade die Energie-Tragödien möchten die Grünen ja vermeiden.

Ratspolitiker wie Heidrun Lemke, Carmen Merkel und Hans-Jürgen Beck sowie der energiepolitische Sprecher der Grünen, Siegfried Lemke, hoffen auf gute Tipps. "Definiert Eure Ziele, beispielsweise in einem Zehn-Jahres-Plan“, rät Habeck. "Dann kann man jährlich abhaken, ob man das Etappenziel geschafft hat oder das Engagement steigern muss."

Aber so verschieden, wie jeder Lebensweg ist, gestaltet sich auch die Definition des "grünen“ Weges. Während Siegfried Lemke für dezentrale Energieversorgung plädiert und selbst mit gutem (Solar)beispiel voran geht, hält der Schleswig-Holsteiner am Südlink fest, wenn "Strom für alle bezahlbar bleiben soll“. Da brennen Isernhagens grüne Pioniere für ihre Ideale aus den Gründerjahren, während der 47-jährige Minister pragmatischer daherkommt. So treffen in Lemkes Wintergarten auch zwei grüne Generationen aufeinander.

Nach zwei Stunden sind die Gastgeber aber hoch zufrieden: Siegfried Lemke hätte sich zwar mehr Entgegenkommen beim Südlink gewünscht, findet Robert Habeck aber "hervorragend“. Und Beck ist sich sicher: "Aus dem Jungen wird noch was.“

Von PATRICIA CHADDE

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