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Wohlfühlmöbel aus Paletten

Isernhagen Wohlfühlmöbel aus Paletten

Bei Euro-Paletten denkt man an vieles, aber nicht unbedingt an Möbel. Nicht so Robert Prokurat: Er bastelt aus Paletten eine Wohlfühloase – und macht aus seinem Hobby jetzt einen Nebenberuf.

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Robert Prokurat (links) und Großvater Jürgen Kanzler sitzen an ihrer selbsterbauten Bierzeltganitur aus Paletten in der Werkstatt in Isernhagen H.B.

Quelle: Laura Ebeling

Isernhagen H.B.. „Andere gehen zum Sport, ich lass’ mich an Brettern aus“, erklärt Robert Prokurat lachend. Was der 38-Jährige in seiner Freizeit am liebsten macht? Er baut Möbel aus Euro-Paletten. Ob Kommode, Bierzeltgarnitur, Hocker oder Wandregal – jedes Stück ist ein Unikat. Inzwischen hat der Großburgwedeler sogar ein Kleingewerbe unter dem Namen „RP-Design“ angemeldet. „Für mich ist das ein guter Arbeitsausgleich“, verrät der leitende Angestellte eines großen Modemarktes. Rund 30 Wochenstunden verbringt der Einzelhandelskaufmann in seiner beschaulichen Werkstattparzelle in einer Gewerbehalle an der Eisenstraße im Gewerbegebiet von H.B.

Auch seinen Großvater Jürgen Kanzler hat er mit seiner Idee längst angesteckt: Der 73-jährige studierte Metallkonstrukteur im Ruhestand steht ihm mit Rat und Tat zur Seite und greift auch selbst gerne mal zu Hammer und Säge. „Fotos für Ideen finde ich im Internet, aber die Konzepte für die Möbel entwerfe ich alle aus dem Kopf“, berichtet der Hobbytischler. Wichtig ist ihm, gutes Holz und keine Chemie zu verwenden. Unbehandelte 1-A-Paletten bekommt er von einem Peiner Vertrieb für Euro-Paletten, der diese auch schon für ihn zerlegt.

Die Idee kam mit seinem Umzug nach Großburgwedel im Dezember 2015 – Pokurat brauchte Möbel für seine neue Wohnung. „Dann habe ich mir einfach aus alten Euro-Paletten eine Kommode und Wandregale gebaut, weil ich das cool finde“, verrät er. Freunde zeigten Interesse, so schraubte er auch für sie, zunächst noch in seiner Wohnung, Paletten zu Möbeln zusammen – bis die Nachbarn sich beschwerten. Klare Sache: Ein optimaler Arbeitsplatz war das nicht. Also wurde die Werkstatt kurzerhand in den Keller seines Großvaters verlegt. Dort drehte sich nun am Wochenende alles ums Holz – erste Aufträge gingen schon ein. Doch eine Dauerlösung war auch der Keller nicht – seit August ist er Mieter der kleinen Parzelle in H.B.

Bis ins Saarland hat es eine Kommode made in Isernhagen schon geschafft. 18 Werktage dauert es bis zur Auslieferung eines Unikats. „Ich traue mich an fast alles ran und sehe das als Herausforderung“, sagt Prokurat selbstbewusst. Nächstes Jahr im Sommer zum Beispiel will er eine Hollywoodschaukel für einen Kunden aus Paletten konstruieren. Und die weiteren Zukunftspläne? Seine Werkstücke würde der 38-Jährige gerne mal in einer eigenen Ausstellung zur Schau stellen.

Von Laura Ebeling

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