Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -4 ° wolkig

Navigation:
Gemeinsam in die Zukunft

Isernhagen Gemeinsam in die Zukunft

In Zeiten sinkender Mitgliederzahlen beschreiten der SSV Kirchhorst und der FC Neuwarmbüchen gemeinsam neue Wege: Am Donnerstagabend haben die Vorstände eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet, von der alle Mitglieder profitieren sollen. Rabatte und niedrigere Kosten sind das Ziel.

Voriger Artikel
Helfernetzwerk lädt zum großen Kinderfest
Nächster Artikel
"Leuchtturm" steht im Keller

Gemeinsam sind wir stärker (von links): Dieter Fricke, Anselm Bisgwa (beide FC Neuwarmbüchen), Bernd Bode und Christian Possienke (beide SSV Kirchhorst).

Quelle: Frank Walter

Kirchhorst/Neuwarmbüchen. Ohne, dass es menschlich passt, könnte so etwas wohl nicht funktionieren – da kann es nicht schaden, dass einige Vorstandsmitglieder des SSV Kirchhorst und des FC Neuwarmbüchen schon mal eine Zeitlang gemeinsam in einem Altherren-Team gekickt haben. Doch die Vereinbarung, die die Vorstände der Sportvereine der Nachbarorte am Donnerstagabend unterzeichnet haben, ist keine Privatangelegenheit – profitieren davon sollen alle rund 1300 Mitglieder von SSV und FCN.

Mit ihren vier Unterschriften besiegelten Anselm Bisgwa und Dieter Fricke auf FCN-Seite und Christian Possienke und Bernd Bode für den SSV "eine enge, vertrauensvolle Zusammenarbeit“. Sie wollen so "die Grundlage für gemeinsame Aktivitäten schaffen, die den Erhalt des Sports sichert.“ Es ist kein Geheimnis, dass die meisten Vereine in Zeiten von Nachmittagsunterricht und einem Überangebot an Freizeitmöglichkeiten unter Mitgliederschwund leiden. Das ist in Kirchhorst und Neuwarmbüchen nicht anders, aktuell zählen beide Klubs zwischen 650 und 700 Mitgliedern. "Wir hatten mal über 1000“, sagte Bode – und sieht eine freiwillige Kooperation zweier Vereine als richtigen Weg, bevor "irgendwann auch in Isernhagen die Zwangsläufigkeit“ komme.

Eine Zusammenarbeit zwischen SSV und FCN gab es auch bislang schon, bei Spielgemeinschaften im Jugendfußball beispielsweise. Die Tennissparten leihen sich Gerätschaften, und am Kirchhorster Nikolausturnier nehmen auch FCN-Spieler teil.

Doch das wollen die Verein deutlich ausbauen. So sollen Vereinsmitglieder Angebote, die der eigene Verein nicht anbietet, für die Hälfte des dortigen Vereinsbeitrags im jeweils anderen Verein nutzen können. FCN-Mitglieder könnten sich so beispielsweise zum Sparpreis der Dart-Sparte in Kirchhorst anschließen. Material wie Tennis- oder Fußbälle soll gemeinsam eingekauft werden, um bessere Konditionen zu bekommen. Verwaltungsaufgaben können zusammengelegt, Aufträge und Wartungsverträge gemeinsam abgeschlossen werden. Man habe jetzt nur den Rahmen gesteckt, meinte Bisgwa. "Und jetzt müssen wir das mit Leben füllen.“

Trotz der Kooperation wollen beide Vereine ihre Eigenständigkeit behalten. Und: "Die Abwerbung von Mitgliedern hat ... zu unterbleiben“, so die Vereinbarung.

von Frank Walter

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6sm6e19282awue1xchg
Wo ist der Hydrant? App weist den Weg

Fotostrecke Isernhagen: Wo ist der Hydrant? App weist den Weg