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SPD will kinderreiche Familien entlasten

Isernhagen SPD will kinderreiche Familien entlasten

Wenn es nach der SPD im Rat Isernhagen geht, sollen die Politiker die Satzung für die Kita-Gebühren zu August 2018 ändern. Um genau zu sein, kommt es der SPD auf den Geschwisterbonus an, der ausgeweitet werden soll.

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Familien mit mehreren Kindern sollen bei den Gebühren für Kitas künftig noch mehr entlastet werden. Das fordert die SPD.

Quelle: Symbolbild

Isernhagen. Einen Bonus für Geschwister sieht die „Satzung über die Erhebung von Gebühren für die Benutzung kommunaler Tageseinrichtungen“ auch bisher vor: Das erste Kind – egal, ob in Krippe, Kindergarten oder Hort betreut – zahlt die volle Gebühr. Das zweite Kind zahlt 50 Prozent, jedes weitere ist von den Gebühren befreit. Allerdings: Diese Regelung greift nur, wenn auch alle Kinder gleichzeitig in einer kostenpflichtigen Betreuungseinrichtung angemeldet sind. Geht das älteste Kind beispielsweise schon in die Schule und nutzt nicht den gebührenpflichtigen Hort, so zählt es laut Satzung nicht, und für das zweite Kind muss infolgedessen die volle Gebühr bezahlt werden.

„Das wollen wir ändern“, erklärt Hans-Edgar Ojemann, Fraktionsvorsitzender der SPD. Laut SPD-Antrag soll die Geschwisterermäßigung künftig immer gelten – egal, wo und wie die Kinder betreut werden. Auch Familien, die ihre Kinder nicht gleichzeitig in Tageseinrichtungen der Gemeinde haben oder eines ihrer Kinder außerhalb Isernhagens betreuen lassen, sollen künftig beim Geschwisterbonus bedacht werden. „Diese Erziehungsberechtigten sollen durch die Änderung entlastet werden, damit alle Kinder die gleiche Chance erhalten, die Einrichtungen besuchen zu können“, betont Ojemann.

Aus Sicht der SPD ist es empfehlenswert, wenn Kinder in Kitas betreut werden. „Die Tageseinrichtungen haben einen Bildungs- und Erziehungsauftrag und erfüllen Sozialaufgaben“, erklärt der SPD-Politiker in seinem Antrag. „Sie fördern die Entwicklung der Kinder und regen die Gemeinschaftsfähigkeit an.“ Die Chance, eine Einrichtung zu besuchen, dürfe nicht von finanziellen Aspekten abhängig gemacht werden. Besonders kinderreiche Familien müssten da von der Gemeinde noch stärker unterstützt werden.

Ob es zu der Änderung auch kommt, muss der Rat entscheiden. Die aktuellen Kosten, die für eine Betreuung in Krippe, Kindergarten, Hort oder bei einer Tagesmutter fällig werden, finden Interessierte im Internet auf www.isernhagen.de.

Von Carina Bahl

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