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Scheune in Isernhagen N.B. fängt Feuer

Isernhagen N.B. / Altwarmbüchen Scheune in Isernhagen N.B. fängt Feuer

Ein Brand in einer Scheune in N.B. hat Freitagmittag zu einem Großeinsatz für die Feuerwehr Isernhagen geführt. In Altwarmbüchen hatte kurz zuvor ein Modemarkt evakuiert werden müssen.

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Beim Scheunenbrand in N.B. ist die Feuerwehr schnell mit etlichen Einsatzkräften vor Ort.

Quelle: Frank Walter

Isernhagen N.B.. Feuerwehreinsatz in der N.B.er Ortsmitte: Zwei Jahre nach einer Serie von Brandstiftungen in der unmittelbaren Umgebung lässt solch ein Alarm auch bei Einsatzkräften die Gedanken schweifen. Glücklicherweise zu Unrecht: Freitag war es nach Überzeugung der Feuerwehr ein Defekt an einem Kühlschrank, der die mehrere Dutzend Einsatzkräfte auf den Plan rief.

Eine Bewohnerin des Hofes hatte gegen 13 Uhr dichten Qualm aus der Scheune ziehen sehen und Alarm ausgelöst. Während die Rettungsleitstelle die Ortsfeuerwehren der vier Bauerschaften und aus Altwarmbüchen in Bewegung setzte, griff sich ein Nachbar für die ersten Löschversuche einen Gartenschlauch und verhinderte damit nach Ansicht der Feuerwehrführung Schlimmeres: Das Feuer habe offensichtlich mit hohen Temperaturen gebrannt. Auch im Obergeschoss - auf einem Teil des Dachbodens lagern Stroh und Heu - seien schon deutliche Brandspuren zu sehen gewesen.

Mehrere Feuerwehrtrupps unter Atemschutz drangen in das als Lagerraum genutzte Nebengebäude vor, löschten die restlichen Flammen und suchten nach Glutnestern. Die Polizei sperrte die Ortsdurchfahrt während der Arbeiten ab, nur Linienbusse durften passieren.

Die Ortsfeuerwehr Altwarmbüchen, die unter anderem mit ihrer Drehleiter in N.B. anrückte, hatte unmittelbar zuvor schon einen Einsatz an der Boschstraße absolvieren müssen. Dort war in einem Modemarkt der Inhalt eines Einmachglases in Brand geraten, das in einem Versorgungsgang als Aschenbecher diente. Der Verkaufsraum musste evakuiert, der verqualmte Gang belüftet werden.

Freispruch nach Brandstiftungen von 2013

Die schweren Brandstiftungen 2013 in Isernhagen N.B. bleiben weiter ungeklärt, der Prozess gegen einen Heranwachsenden endete mit einem Freispruch. Eine Woche lang – gerechnet ab der Urteilsverkündung am Mittwoch – kann die Staatsanwaltschaft jetzt Berufung einlegen. Darüber, ob die Beweismittel im Prozess entsprechend gewürdigt wurden, entscheidet dann das Landgericht. Hätte die Berufung Erfolg, würde der Prozess in zweiter Instanz neu verhandelt werden – samt Beweisaufnahme und Zeugenaussagen, wie Oberstaatsanwalt Thomas Klinge erläutert. Verzichte die Staatsanwaltschaft auf Rechtsmittel, werde das Urteil rechtsgültig – der Isernhagener könne wegen derselben Taten nicht ein zweites Mal angeklagt werden. Die juristische Aufarbeitung der Brandstiftungen wird laut Klinge dennoch weitergehen. Man werde weiter ermitteln, sobald neue Ansatzpunkte auftauchten. „Wir behalten die Fälle im Auge.“ Und selbst einfache Brandstiftungen verjähren erst nach zehn Jahren. Kurz und knapp hat sich Gemeindebrandmeister Clive von Plehn geäußert: „Natürlich hat es die Gemeindefeuerwehr Isernhagen beschäftigt, solange es ein schwebendes Verfahren gegen eines unserer Mitglieder gab. Sobald das Urteil rechtskräftig ist, könnten wir den Zustand der Beurlaubung aufheben.“ wal

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