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Schüler geben Vivaldis "Sommer" ein Gesicht

Isernhagen Schüler geben Vivaldis "Sommer" ein Gesicht

Es war, als ob das Wetter Teil der Inszenierung sei: Schüler der Freien Waldorfschulen Hannover, professionelle Musiker sowie Studenten der Hochschule für Musik, Theater und Medien haben am Sonnabend im Isernhagenhof eine sehr sinnlich erlebbare Interpretation von Vivaldis "Sommer" dargeboten.

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Vivaldi mit allen Sinnen: Schüler der freien Waldorfschulen, Profimusiker und HMTMH-Studenten spielen im Isernhagenhof den "Sommer".

Quelle: Zottl

Isernhagen F.B.. Sonne, große Hitze, eine träge Stimmung - dann zunehmende Spannung und final ein heftiges Gewitter, das die Luft reinigt: Dies war die Aufgabenstellung für das Ensemble bei der Aufführung des Violinkonzerts von Antonio Vivaldi, Teil seines Werks "Die vier Jahreszeiten".

Unter Anleitung von Musikpädagogin Brangäne Breymann-Aoyama hatten die jungen Darsteller und ihre etwas älteren Musikerkollegen ihre Version des "Sommers" einstudiert. Mehr als hundert Zuschauern im Kulturzentrum Isernhagenhof verfolgten die knapp einstündige Vorstellung. 

Diese lebte massiv von der Atmosphäre: Behutsam und stimmungsvoll beleuchtet, wechselten sich Musikensemble, Darsteller und Leiterin Breymann-Aoyama vor einem fahlen Vollmond als Kulisse auf der Bühne ab. Während die Schüler - Hirten, Nymphen, Libellen oder Glühwürmchen mimend - den Sommertag von der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang tänzerisch und eurythmisch darstellten, stimmte die Musikpädagogin mit kurzen Texten auf die Szenen ein.

Den Schülern hatte Breymann-Aoyama in der Choreografie keine Grenzen gesetzt; jeder durfte seine Szenen so ausgestalten, wie es ihm oder ihr in den Sinn kam. "Ich beschreibe die Welt immer wie eine Teichoberfläche - von unten entsteht Bewegung durch Fische, von oben durch Wind und Regen. So wie das Wasser in Schwingung gerät, so möchte ich die Sinne eines Jeden zum Schwingen bringen", erläuterte Breymann-Aoyama, die Teile der musikalischen Parts auch selbst auf der Querflöte begleitete. 

Es war nach den bereits vorangegangenen Interpretationen von "Herbst", "Winter" und "Frühling" das letzte Konzert, das das Ensemble in dieser Zusammenstellung darbrachte - darauf wies der hannoversche Künstler und Gründungslehrer der Bothfelder Waldorfschule, Peter Lampasiak, schon bei seinen Begrüßungsworten hin. "Setzen Sie alle Sinne ein - sie sind das großartige Geschenk der Götter an uns." Seinen Appell nahm sich das Publikum zu Herzen, fast ein wenig zögerlich fiel darum manchmal der Zwischenapplaus aus.

Die Kombination aus freier, aber sehr zauberhafter Darstellung durch junge Amateure und der großartigen professionellen Musikperformance verfehlte ihre Wirkung nicht. Am Ende gab es darum für alle großen Applaus und Bravorufe - allen voran der Violinsolistin Aurelia Lampasiak. 

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