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Schwierige Suche nach Mietern

Isernhagen K.B. Schwierige Suche nach Mietern

Mit ehemals drei Lebensmittelhändlern und weiteren Geschäften war Isernhagen K.B. lange der Mittelpunkt der Nahversorgung in den Bauerschaften, ehe die Einkaufszentren in F.B., H.B. und N.B. entstanden. Doch ob sich die aktuell zwei Leerstände in K.B. schnell beseitigen lassen, das steht in den Sternen.

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Für das ehemalige Bestattungsinstitut Zweigel hat sich noch kein Nachmieter gefunden.

Quelle: Frank Walter

Isernhagen. Schon drei Monate lang, ehe die Volksbank nach mehr als 20 Jahren zum 1. August mit dem Abbau von Geldautomat und Kontoauszugsdrucker ihren Weggang aus den Bauerschaften komplettierte, versuchte ein Ehepaar, für seine Geschäftsräume nahe der Kirche einen Nachmieter zu finden. Bislang vergeblich, auch weil Laufkundschaft und Parkplätze fehlen. Als Bäckereifiliale oder Dönerimbiss hätten sie die 60 Quadratmeter zwar vermieten können. Beides gibt es aber bereits einen Steinwurf entfernt. „Es nützt ja nichts, wenn wir nach einem halben Jahr wieder Leerstand haben.“ Für viel Geld haben die Eigentümer die Ladenfläche nach dem Volksbank-Auszug gerade erst modernisiert. Aber wenn sich jetzt nicht schnell ein neuer Gewerbemieter finde, werden sie die Räume wohl zur Wohnung umbauen müssen, befürchtet die Vermieterin.

Sorgen macht sie sich auch mit Blick auf den zweiten Leerstand einige Hundert Meter weiter die Dorfstraße hinunter, für den sich bislang ebenfalls kein Nachmieter gefunden hat. Bereits Ende März war Bestatter Josef Zweigel nach elf Jahren aus dem denkmalgeschützten Fachwerkhaus ausgezogen. Nach der langen Zeit habe er sich einfach verändern wollen, begründet Zweigel seinen Umzug nach Hannover.

Clemens Doerr, dessen Eltern dereinst restaurierte Bauernmöbel auf der knapp 130 Quadratmeter großen Ladenfläche verkauft hatten, berichtet zwar von einigen Anfragen. Das Richtige sei aber noch nicht dabei gewesen. Um Oldtimer und Kunst zu präsentieren, sei die ehemalige Scheune zu klein, aus der Idee für Reitsportartikel sei leider nichts geworden. Anders als das Ehepaar ist Doerr trotz des mehrmonatigen Leerstands „eigentlich noch ganz entspannt. Es muss einfach passen, auch für Isernhagen.“ Die Familie Doerr ist zwar mittlerweile längst größtenteils in Hamburg ansässig, sei aber auch durch die Tätigkeit des Vaters, der früher an der Hagenstraße ein Architekturbüro betrieben hatte, Isernhagen immer noch sehr verbunden.

Ortsbürgermeister Hans-Heinrich Behrens gibt sich keinen Illusionen hin: Die Lücken bei der Nahversorgung werde man mit beiden Gewerberäumen nicht schließen können. „Beide sind eher was für eine Nischennutzung“ - auch gerade, weil Parkplätze Mangelware seien. Behrens fände es dennoch schön, wenn sich für beide Leerstände wieder gewerbliche Nutzer fänden. „Aber mir fehlt die Fantasie, was da funktionieren würde.“

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