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So besonders - auch ohne IGS

Isernhagen So besonders - auch ohne IGS

Die Heinrich-Heller-Hauptschule hat am Mittwochabend einen ganz besonderen Jahrgang verabschiedet: Alle 33 Schüler haben ihren Abschluss geschafft - und damit erneut unter Beweis gestellt, was für eine ausgezeichnete Schule für die geplante IGS schon ab nächstem Jahr auslaufen könnte.

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Alle haben den Abschluss geschafft.

Quelle: Carina Bahl

Isernhagen. Die Abschlussveranstaltungen an Isernhagens Hauptschule gehören definitiv zu den familiärsten: Lehrer und Schüler kennen und schätzen sich. Bei der Zeugnisübergabe werden keine Namen genannt, sondern es wird geraten: „Wer ist unser Weltmeister und der Jahrgangsbeste?“ - na klar: Marvin. Der Zehntklässler ist nämlich Weltmeister im Tischfußball. „Wer ist unser Chef-Handwerker?“ Eric - der das nicht nur beim Abschluss-Streich unter Beweis gestellt hat.

„Diesen Jahrgang werde ich nie vergessen. Ihr habt mir gezeigt, warum ich Spaß an diesem Job habe“, sagte Schulleiter Martin Bruns gerührt in seiner Rede. „Noch nie hat ein kompletter Jahrgang den Abschluss geschafft, und noch nie hatten wir beim Streich einen Pool aus Strohballen, einer Plane und 14 000 Litern Wasser auf dem Schulhof. Ich danke Euch.“ Nur einen Rüffel hatte Bruns für seine Absolventen in petto: „Ihr habt keine Medienkompetenz im Sport“, zitierte er mit einem Augenzwinkern aus dem Bericht der Schulinspektoren. „Wir könnt Ihr nur ohne Tablet aufs Trampolin?“

So viele Lacher und schöne Momente, wie Schüler und Lehrer mit ihren Abschiedsworten und Fotoshows auch bewirkten - ein ernstes Thema konnte nicht außen vor bleiben: Die Gemeinde Isernhagen will eine IGS beantragen. Sollte das Land zustimmen, wird dafür ab Sommer 2016 die Hauptschule auslaufen. „Die drei Buchstaben IGS haben anscheinend viel Bedeutung“, sagte Bruns, „aber auch wenn sie nicht auf Euren Zeugnissen stehen: Seid stolz, auf dieser Schule gewesen zu sein. Es ist eine der besten Deutschlands.“ Das bekräftigte auch Bürgermeister Arpad Bogya: „Der Begriff IGS kann wehtun und ist mit Widersprüchen behaftet.“ Schließlich stelle niemand die ausgezeichnete Qualität der Heinrich-Heller-Schule in Frage. „Aber der Zug der Zeit fährt in eine andere Richtung.“ Man werde alles dafür tun, einen vernünftigen Übergang zu schaffen.

Von Carina Bahl

Alle schaffen den Abschluss

Premiere an der Heinrich-Heller-Schule: Erstmals hat der komplette Jahrgang den Abschluss geschafft – die Hälfte startet sogar mit einem Realabschluss oder besser ins Berufsleben. Und das sind ihre Namen: Simhan Acar, Eliza Aktas, Mohammad Reza Alizada, Jannis Baier, Leon Bielicki, Annalena Bloem, Justin Bode, Jasmin Bonow, Odin Brockmann, Neele Claaßen, Norman Czachor, Athanassios Dimas, Ömer Durmaz, Marlon Ebel, Chantal Fischer, Nils Kratochwil, Nico Kügler, Christopher Marx, Gianluca Rehberg, Philipp Schiller, Maximilian Schröder, Analiza Schwarze, Marc Schürmann, Lucien Sibilski, Massimo Sulaj, Melissa Tekes, Arek Trepkowski, Marvin Velasco, Eric Voltmer, Henri Wedemann, Jacqueline Wendorff, Patryk Peter Wroblewski und Sarah Zalewski.

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